10. Juli 2026
Lesezeit 2 Minuten

Spanien ringt Belgien nieder und zieht dank Merino ins WM-Halbfinale ein

War erneut der Matchwinner für Spanien: Mikel Merino

Spanien steht im Halbfinale der Fußball-Weltmeisterschaft 2026. Die Mannschaft von Luis de la Fuente setzte sich in einem intensiven Viertelfinale mit 2:1 gegen Belgien durch und trifft nun auf Frankreich. Die Selección musste dabei das erste Gegentor des Turniers verkraften – die beeindruckende Serie von 649 WM-Minuten ohne Gegentreffer fand damit ihr Ende.

Redaktion Spanien Press

von Marlon Gallego Bosbach

Von Beginn an entwickelte sich im SoFi Stadium in Inglewood eine intensive Begegnung. Spanien kontrollierte zwar über weite Strecken das Geschehen und hatte wie gewohnt viel Ballbesitz, Belgien stand defensiv jedoch weitestgehend sicher und ließ kaum etwas zu. Nach exakt einer halben Stunde klingelte es dann aber doch im belgischen Kasten, Lamine Yamal und Pedro Porro leiteten über die rechte Seite einen feinen Angriff ein, in der Mitte scheiterte Dani Olmo zunächst an einer starken Parade von Thibaut Courtois. Der Abpraller landete allerdings genau vor den Füßen von Fabian Ruiz, der Mittelfeldmann von Paris Saint-Germain ließ sich nicht zweimal bitten und staubte zur umjubelten Führung für Spanien ab.

Die Belgier hatten jedoch kurz vor dem Pausenpfiff die Antwort parat. In der 41. Minute landete eine Flanke von der rechten Seite auf dem Kopf von Charles de Ketelaere, der Stürmer nickte aus kurzer Distanz links unten an Unai Simón vorbei in die Maschen ein. Damit glichen die Roten Teufel aus dem Nichts mit ihrer ersten Torchance aus und fügten den Iberern zeitgleich auch das erste Gegentor in diesem Turnier zu. Somit riss die Rekordserie von zuvor 649 gegentorlosen Minuten bei Weltmeisterschaften.

Nach dem Seitenwechsel blieb Spanien in der zweiten Hälfte seiner Spielidee treu, hatte weiterhin viel Ballbesitz und erhöhte den Druck. Trotz allem waren richtig zwingende Chancen nach wie vor Mangelware, so ging es mit ordentlich Spannung in die Schlussphase hinein. In dieser mussten die Belgier ihren Stammtorhüter vom Feld nehmen, Courtois konnte mit Oberschenkelproblemen nicht mehr weiterspielen und ging unter Tränen vom Rasen. Für ihn kam in Minute 71 Ersatzmann Senne Lammens rein – ein Torwarttausch mit Folgen. Kurz vor Spielende nämlich ließ der eingewechselte Schlussmann einen Distanzschuss von Pau Cubarsi nach vorne prallen, der ebenfalls kurz zuvor erst eingewechselte Mikel Merino (86. Minute) bedankte sich und vollendete aus kurzer Distanz zum 2:1 (88. Minute).

In den Schlussminuten hielt der amtierende Europameister den Ball schließlich clever vom eigenen Tor fern und ließ nichts mehr anbrennen. So blieb es letztlich beim knappen, aber verdienten 2:1 und so steht die Selección in der Runde der letzten Vier.

Mit dem Erfolg beendet Spanien zugleich eine lange Viertelfinal-Durststrecke bei Weltmeisterschaften und steht außerdem erstmals seit dem Titelgewinn 2010 wieder im Halbfinale einer WM. Dort wartet nun mit Frankreich einer der Topfavoriten des Turniers – ein echtes Gipfeltreffen zweier bislang überzeugender Mannschaften. Zudem ist es auch das Duell der beiden Superstars – Frankreichs Kylian Mbappé gegen Spaniens Lamine Yamal.

Auch wenn die beeindruckende Serie ohne Gegentor nun gerissen ist, unterstreicht der Auftritt einmal mehr die Qualität der spanischen Mannschaft. Erstmals bei dieser Weltmeisterschaft musste die Selección einen Rückschlag verkraften – und bewies genau die Mentalität, die im Kampf um den WM-Titel entscheidend sein kann.

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