Fernando Alonso hat Gerüchte über eine mögliche Teilnahme an der Dakar-Rallye 2027 zurückgewiesen. Der Aston-Martin-Pilot erklärte, dass er einen solchen Einsatz derzeit nicht mit seinem Engagement in der Formel 1 vereinbaren könne. Für die Wüstenrallye sei eine umfangreiche Vorbereitung notwendig.
Redaktion Spanien Press
von Marlon Gallego Bosbach
Fernando Alonso hat sich zu den zuletzt aufgekommenen Spekulationen über eine Rückkehr zur Dakar-Rallye geäußert. Bei der Pressekonferenz vor dem Großen Preis von Singapur stellte der zweifache Formel-1-Weltmeister klar, dass er eine Teilnahme an der Dakar-Rallye derzeit nicht als mit der Formel 1 vereinbar betrachtet.
„Ich glaube nicht, dass die Anforderungen der Formel 1 mit der Dakar vereinbar sind“, erklärte Alonso sinngemäß. Für einen erfolgreichen Start bei der anspruchsvollen Rallye sei eine intensive Vorbereitung notwendig. Es reiche nicht aus, lediglich über die nötige Erfahrung zu verfügen.
Dakar erfordert umfangreiche Vorbereitung
Alonso kennt die Herausforderungen der Dakar aus eigener Erfahrung. Der Spanier nahm bereits 2020 an der Rallye teil und absolvierte damals eine intensive Vorbereitung mit zahlreichen Tests und Rallye-Einsätzen. Gemeinsam mit seinem Beifahrer Marc Coma belegte er am Ende den 13. Platz.
Genau diese Vorbereitung sieht Alonso als entscheidenden Punkt. Ein Dakar-Start würde zusätzliche Tests und Renneinsätze erfordern, die sich nur schwer mit dem umfangreichen Formel-1-Kalender vereinbaren lassen.
Die aktuellen Spekulationen waren allerdings nicht völlig unbegründet. In den vergangenen Tagen hatten mehrere Medien über eine mögliche Rückkehr Alonsos zur Dakar im Jahr 2027 berichtet. Dabei war sogar von einem erneuten Einsatz mit Marc Coma die Rede. Alonso selbst wollte diese Pläne jedoch nicht bestätigen. Sollte er sich tatsächlich für ein neues Motorsportprojekt entscheiden, werde er dies nach eigenen Angaben selbst bekannt geben.
Auch andere Rennserien derzeit kein Thema
Nicht nur die Dakar war Thema der Pressekonferenz. Alonso wurde auch nach einem möglichen Einsatz in der GT3-Kategorie gefragt. Ähnlich wie bei der Rallye hält er einen solchen Wechsel derzeit für schwierig.
Auch hier verwies der Aston-Martin-Pilot auf den notwendigen Vorbereitungsaufwand. Ein Fahrer könne nicht einfach in eine andere Rennserie wechseln und sofort auf höchstem Niveau konkurrenzfähig sein. Jede Disziplin erfordere eine entsprechende Vorbereitung. Damit konzentriert sich Alonso weiterhin auf seine Aufgabe in der Formel 1 und bei Aston Martin.
Alonso mit Blick auf Aston Martin
Bei der Pressekonferenz sprach der Spanier außerdem über die aktuelle Leistungsfähigkeit seines Teams. Nach dem achten Platz beim Rennen in Malaysia zeigte sich Alonso zwar zufrieden mit den eingefahrenen Punkten, sieht Aston Martin insgesamt aber weiterhin nicht dort, wo das Team sein möchte.
Auffällig sei für ihn, wie stark die Leistungsfähigkeit des Autos von den jeweiligen Bedingungen und Rennstrecken abhänge. Das Fahrzeug könne sich auf unterschiedlichen Kursen deutlich unterschiedlich anfühlen, obwohl die grundlegende Konfiguration weitgehend unverändert bleibe.
Vorliebe für klassische Rennstrecken
Alonso äußerte sich zudem zu den verschiedenen Streckentypen in der Formel 1. Der Spanier bevorzugt nach eigenen Angaben klassische Rennstrecken wie Monza, Barcelona, Zandvoort oder das frühere Sepang. Auf traditionellen Kursen hätten die Fahrer aus seiner Sicht mehr Möglichkeiten, das Auto ans Limit zu bringen. Stadtkurse seien dagegen häufig stärker von Mauern, begrenzten Auslaufzonen und weniger Überholmöglichkeiten geprägt.
Auch bei der Entwicklung der Formel-1-Technik zeigte Alonso Verständnis für die Veränderungen. Die früheren V8- und V10-Motoren seien aus Sicht eines Fahrers zwar besonders attraktiv gewesen, doch eine Rückkehr zu diesen Antriebskonzepten sei angesichts der heutigen Anforderungen nicht realistisch.
Dakar-Rückkehr bleibt offen
Ob Fernando Alonso tatsächlich noch einmal bei der Dakar antreten wird, bleibt damit zunächst offen. Einen Start im Jahr 2027 bestätigte der Spanier nicht. Gleichzeitig hat er eine Rückkehr zum Wüstenklassiker nicht grundsätzlich ausgeschlossen.
Für Alonso steht derzeit jedoch die Formel 1 im Mittelpunkt. Sollte er sich zu einem späteren Zeitpunkt für eine neue Herausforderung entscheiden, dürfte vor allem die Frage der Vorbereitung eine entscheidende Rolle spielen.
