Wer an die Küste von Cádiz reist, sollte einen Blick nach oben werfen: Mit knapp 69 Metern Höhe ist der Faro de Chipiona der höchste Leuchtturm Spaniens und gehört zu den höchsten in Europa. Seit seiner Inbetriebnahme im Jahr 1867 führt er Schiffe sicher durch die Atlantikküste und die Mündung des Guadalquivir – und ist heute ein beliebtes Ausflugsziel für Besucher aus aller Welt.
Redaktion Spanien Press
von Marlon Gallego Bosbach
Historische Bedeutung und Architektur
Der Leuchtturm entstand im 19. Jahrhundert aus lokalem Muschelstein („piedra ostionera“) und beeindruckt mit seiner klassischen zylindrischen Form. Über 300 Treppenstufen führen hinauf zur Laterne. Im Inneren befinden sich die ehemaligen Wohnungen der Leuchtturmwärter rund um einen zentralen Innenhof mit Zisterne. Trotz seines Alters wurde der Turm nur wenige Male außer Betrieb gesetzt – unter anderem während des Spanischen Bürgerkriegs.
Ein Erlebnis für Besucher
Der Aufstieg zur Spitze lohnt sich: Panoramablicke über die Stadt Chipiona, die Strände und die Bucht von Cádiz warten auf die Besucher. Bei klarer Sicht reicht der Blick sogar bis zur Küste von Huelva. Der Leuchtturm ist mit Vorreservierung zugänglich, Eintritt kostet etwa fünf Euro pro Person, Kinder unter sieben Jahren sind frei.
Navigationshilfe für Schiffe und Flugzeuge
Neben seiner touristischen Bedeutung bleibt der Faro de Chipiona ein wichtiger Leuchtturm für die Schifffahrt, dessen Licht bis zu 25 Seemeilen reicht. Seit den 1960er-Jahren dient er zudem der Luftnavigation, was seine strategische Bedeutung weiter erhöht.
Historisches Wahrzeichen
Der Faro de Chipiona ist mehr als ein Leuchtturm: Er ist ein historisches Wahrzeichen, ein architektonisches Meisterwerk und ein unverzichtbares Ausflugsziel an der Atlantikküste Spaniens. Wer Cádiz besucht, sollte sich dieses Wahrzeichen nicht entgehen lassen – die Aussicht von Spaniens höchstem Leuchtturm ist spektakulär.
