14 de Januar de 2026
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Ninas Leben zwischen Diäten, Dolci Vita und dem Sommer, der immer fünf Kilo zu früh kommt!

Kosenamenchaos: Ninas Leben zwischen Diäten, Dolci Vita und dem Sommer, der immer fünf Kilo zu früh kommt!

In Spanien beginnt das Jahr nicht mit guten Vorsätzen.

Es beginnt mit Diäten.

Genauer gesagt: mit dem festen, kollektiv beschlossenen Glauben, dass ab dem 7. Januar alles anders wird.

Nicht sofort am 1. Januar – Gott bewahre.

Da sind noch Roscón-Reste, Turrón, die letzte Flasche Cava und emotionale Müdigkeit vom Feiern.

Aber ab dem 7. – wirklich.

Da ist halb Spanien plötzlich auf Diät.

Instagram explodiert mit Zitronenwasser, Chia-Pudding und Menschen, die schreiben:

“Este año sí.”

Dieses Jahr wirklich.

Der Januar: Monat der Hoffnung

Der Januar ist in Spanien der Monat, in dem man glaubt, man könne das Leben neu starten –

mit Intervallfasten, Dry January (der spätestens am 12. Januar endet)

und dem festen Vorsatz, wirklich nur ein bisschen weniger zu essen.

Man bestellt im Café einen Café con leche… con leche vegetal… y sin azúcar… pero con una galletita, por favor.

Man geht stolz nach Hause und denkt: Ich hab’s im Griff.

Hat man nicht.

Februar & März: Die Diät auf Stand-by

Im Februar merkt man dann:

Das Leben ist einfach zu schön für Salat.

Ein Geburtstag hier, ein Geburtstag da.

Ein Essen mit Freunden, bei dem jemand sagt:

“Solo un poquito.”

Und plötzlich steht da Jamón, Queso, Pan, Croquetas und ein Glas Wein, das sich wie von selbst füllt.

Im März denkt man:

Semana Santa kommt bald.

Aber Semana Santa ist Essen. Viel Essen. Emotionales Essen.

Also verschiebt man die Diät ein bisschen.

Nicht aufgeben – nur vertagen.

Semana Santa: spirituell ja – kalorisch nein!

Semana Santa ist offiziell eine religiöse Woche.

Inoffiziell ist sie ein kulinarischer Marathon.

Torrijas.

Frittiert.

Mit Zucker.

Mit Honig.

Mit Liebe.

Man sagt sich:

“Danach. Danach fange ich wirklich an.”

April & Mai: Panik mit Olivenöl

Und dann – völlig überraschend –

ist Mai.

Die Sonne scheint.

Die Strände sind plötzlich wieder da.

Und man erinnert sich:

Ach ja.

Der Körper.

In Spanien sagt man dann gern:

„El verano siempre llega cinco kilos demasiado pronto.“

Der Sommer kommt leider immer fünf Kilo zu früh.

Man steht vor dem Spiegel und denkt:

Wer hat eigentlich den Winter so kurz gemacht?

Die Feria: enge Kleider, große Gefühle

Und dann kommt sie.

Die Feria.

Kleider, die nichts verzeihen.

Stoffe, die keine Geheimnisse kennen.

Schnitte, die sagen: Du hast gegessen. Ich weiß.

Man beschließt panisch:

Kein Brot mehr.

Kein Zucker mehr.

Kein Alkohol mehr.

Drei Tage lang.

Am vierten Tag sitzt man im Feria-Zelt, trinkt Rebujito und denkt:

Ach komm. Ein bisschen Leben muss sein.

Der Sommer: Diätfreie Zone

Im Sommer gibt man dann offiziell auf.

Man isst Eis.

Man isst spät.

Man lebt.

Der Bikini sitzt… wie er sitzt.

Und irgendwann denkt man:

Weißt du was? Ich bin hier, ich lache, ich bin im Meer – das reicht.

Dry January – der größte Mythos Spaniens

Ein Wort noch zum Dry January.

Er existiert.

Theoretisch.

Praktisch endet er meist am ersten Geburtstag, am ersten Date oder am ersten „vamos a tomar algo“.

Denn Spanien ohne Wein ist wie Flamenco ohne Musik.

Es geht – aber es fühlt sich falsch an.

Mein Fazit

Spanien lebt nicht für Diäten.

Spanien lebt für Genuss.

Hier wird gegessen, gelacht, gefeiert, geschimpft, geliebt –

und zwischendurch kurz gedacht, man müsste vielleicht mal wieder weniger.

Aber am Ende zählt etwas anderes:

Dass man lebt.

Dass man sich zeigt.

Dass man tanzt – auch mit fünf Kilo zu viel.

Und ganz ehrlich:

Ich habe gelernt, meinen Körper nicht nach Kalendern zu beurteilen.

Nicht nach Sommer, nicht nach Feria, nicht nach Bikini.

Denn in Spanien zählt nicht die Figur.

Es zählt die Lebenslust.

Und die ist – zum Glück – absolut nicht diättauglich.

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