19 de Mai de 2025
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Spanien bei Eurovision 2025: Die Katastrophe von Melody und die Politisierung des Wettbewerbs

Melody ist die Sängerin, die Spanien beim Eurovision Song Contest vertreten hat. Sie stammt aus Sevilla und ist in Spanien seit ihrer Kindheit sehr bekannt

 19. Mai 2025

Die Teilnahme Spaniens am Eurovision Song Contest 2025 endete in einem Desaster. Melody, die erfahrene Künstlerin aus Sevilla, trat mit dem Lied „Esa Diva“ an – einer professionellen Performance, die jedoch weder Jury noch Publikum überzeugte. Platz 24 von 26. Was ist schiefgelaufen? Die Antwort geht über musikalische Fragen hinaus: Der Schatten der Politisierung liegt schwer auf dem diesjährigen Festival.

Starke Performance – katastrophale Punktzahl

Melody überzeugte mit einer eleganten, stimmlich starken Darbietung. Doch die Wertung fiel vernichtend aus: Nur 27 Punkte von der Jury, 10 vom Publikum. 31 Länder gaben Spanien null Punkte – darunter enge Nachbarn wie Portugal, Frankreich oder Italien. Eine kalte Schulter, die in Spanien für Entsetzen sorgte.

Reaktionen in Spanien: Zwischen Schock und Wut

Spanische Medien sprachen von einer „nationalen Blamage“. Der ehemalige ESC-Teilnehmer Alejandro Abad verteidigte Melody und kritisierte das öffentlich-rechtliche Fernsehen RTVE: „Melody ist nur ein weiteres Opfer einer von Anfang an falschen Strategie.“

Viele Fans meinen: „Esa Diva“ war kein schlechtes Lied – aber ungeeignet für den heutigen ESC, der visuell, emotional und modern sein muss.

Eurovision – ein immer politischeres Event

Doch das Musikprogramm war 2025 nur die halbe Geschichte. Die Teilnahme Israels mitten im Gaza-Krieg spaltete Europa. Trotz Protesten und Buhrufen in Malmö gewann Israel deutlich das Televoting. In diesem Spannungsfeld veröffentlichte RTVE kurz vor dem Finale eine Erklärung zur Unterstützung des palästinensischen Volkes – ein mutiger, aber umstrittener Schritt.

Viele vermuten, dass diese politische Position Spaniens das Abstimmungsverhalten beeinflusste. Der ESC sei offiziell unpolitisch – doch die Realität sehe anders aus.

Melody – würdevoll, aber enttäuscht

Nach dem Finale sagte Melody alle offiziellen Termine mit RTVE ab und kehrte nach Sevilla zurück. Sie vermied die Pressekonferenz und äußerte sich nur auf ihren sozialen Netzwerken: „Es lebe die Kunst und die Musik – auch wenn manchmal andere Dinge überwiegen.“ Eine klare Anspielung auf die politischen Umstände.

Wie geht es weiter? RTVE unter Druck

RTVE kündigte bereits eine vollständige Überprüfung seiner ESC-Strategie an. Diskussionen über Änderungen beim Benidorm Fest, mehr internationale Produktion und Anpassung an europäische Musiktrends laufen bereits. Nach dem Absturz von 2025 ist klar: Talent allein reicht nicht. Es braucht eine moderne Strategie – und ein gutes Gespür für den politischen Kontext.

 

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