6 de November de 2025
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Spanien Press empfiehlt: Tabarca

Tabarca Credit Wikipedia

Zwischen Mauern, Meer und Stille offenbart sich Tabarca im Winter als ein authentisches Refugium des Mittelmeers.

Nur wenige Kilometer vor der Küste von Alicante liegt die Insel Tabarca, die einzige bewohnte Insel der Region Valencia – und zugleich die kleinste Spaniens. Mit weniger als zwei Kilometern Länge und kaum 400 Metern Breite ist sie eine Welt für sich: reich an Geschichte, Architektur und Natur. Wenn im Winter der Touristenandrang abflaut und die engen Gassen still werden, verwandelt sich Tabarca in ein ideales Ziel für eine kurze Auszeit vor dem Weihnachtstrubel

Redaktion Spanien Press

Ein stilles Mittelmeer

Von den Häfen Alicante oder Santa Pola dauert die Bootsfahrt kaum mehr als eine halbe Stunde. Am kleinen Hafen angekommen, empfängt den Besucher eine Kulisse aus weiß getünchten Häusern und geraden, stillen Straßen, die noch heute den Geist des 18. Jahrhunderts bewahren.
Tabarca wurde im Auftrag von König Karl III. von genuesischen Familien neu besiedelt, nachdem die Insel lange Zeit als Zufluchtsort für Piraten galt. Die massive Stadtmauer mit ihren drei Toren – San Miguel, San Rafael und San Gabriel – umschließt bis heute den historischen Ortskern.

Im Winter kehrt hier die Ruhe ein. Einige kleine Tavernen öffnen nur an Wochenenden, der Wind rauscht über die Mauern, und die Sonne taucht die Insel in warmes, goldenes Licht. Keine Autos, kein Lärm – nur Meer, Stein und Stille.

Geschichte zwischen den Mauern

Der umfriedete Ortskern, der zum nationalen Kulturerbe erklärt wurde, ist das Herz der Insel. Hier steht die Kirche San Pedro und San Pablo (1770–1779), schlicht und würdevoll. Gleich daneben befindet sich das ehemalige Haus des Gouverneurs, heute ein kleines Gästehaus mit originalen Bögen und Steinböden.
Am östlichen Ende erhebt sich der Leuchtturm von Tabarca aus dem Jahr 1854 – einer der schönsten Aussichtspunkte des Mittelmeers. Außerhalb der Stadtmauer erinnert der Torre de San José an die militärische Vergangenheit, während das Museum Nueva Tabarca die Geschichte der Insel und ihrer maritimen Tradition erzählt.

Natur, Meer und Licht

Die Meeresreserve von Tabarca, 1986 als erste ihrer Art in Spanien gegründet, schützt über 1.700 Hektar Seegebiet mit Seegraswiesen und einer außergewöhnlichen Artenvielfalt. Dank dieser Schutzmaßnahmen gilt Tabarca heute als Paradies für Taucher und Naturliebhaber.
Im Winter, wenn das Licht weicher wird und der Wind vom Levante kommt, erscheint das Meer rund um die Insel klarer denn je – ein idealer Ort zum Spazieren, Beobachten und Durchatmen.

Zudem ist Tabarca ein besonderes Schutzgebiet für Seevögel (ZEPA). Möwen, Kormorane und Falken ziehen über die alten Mauern und verleihen der Insel einen wilden, ursprünglichen Charakter.

Eine Empfehlung von Spanien Press

Wer in der Zeit vor Weihnachten eine ruhige, sonnige Pause sucht, dem empfiehlt Spanien Press eine Reise nach Tabarca – eine kleine Insel mit großer Seele.
Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein, das Meer erzählt Geschichten, und der Winter zeigt das Mittelmeer von seiner stillsten, schönsten Seite.

Anreise: Mit dem Boot ab Alicante, Santa Pola oder Guardamar del Segura (ca. 25–40 Minuten).
Beste Reisezeit: November bis Februar, wenn die Insel zur Ruhe kommt.
Warum Tabarca: Wegen ihrer einzigartigen Mischung aus Geschichte, Meer und Gelassenheit.

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