18. Oktober 2026
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Unwetter-Alarm in Spanien: DANA „Adam“ bringt extreme Regenfälle – Frau in Katalonien vermisst

Wetterumschwung in Spanien: Regen, Gewitter und deutlich kühlere Temperaturen sorgen in den kommenden Tagen für einen markanten Wechsel (Credit: Lala Azizli/Unsplash)

Sechs autonome Gemeinschaften in Alarmbereitschaft, Überschwemmungen in Katalonien und bis zu 300 Liter Regen pro Quadratmeter in der Region Valencia. Auch Andalusien ist betroffen.

Reaktion Spanien Press

Spanien steht erneut im Zeichen heftiger Unwetter. Das als DANA „Adam“ bezeichnete Tiefdrucksystem hat am Wochenende weite Teile des Landes erfasst und sorgt für Starkregen, Überschwemmungen und gefährliche Situationen auf den Straßen. Besonders angespannt ist die Lage entlang der Mittelmeerküste, wo die Behörden vor außergewöhnlich hohen Niederschlagsmengen warnen.

Nach Angaben der spanischen Wetterbehörde AEMET gelten an diesem Sonntag in sechs autonomen Gemeinschaften Wetterwarnungen unterschiedlicher Stufen: Katalonien, Valencia, Murcia, Andalusien, Extremadura und die Balearen.

Höchste Warnstufe in Valencia: Bis zu 300 Liter Regen erwartet

Besonders kritisch ist die Situation in der Autonomen Gemeinschaft Valencia. Dort gilt nach den am Sonntagmorgen veröffentlichten Informationen ab 10 Uhr die höchste Wetterwarnstufe Rot.

Innerhalb von nur 24 Stunden könnten örtlich bis zu 300 Liter Regen pro Quadratmeter fallen. Solche Niederschlagsmengen können innerhalb kürzester Zeit Straßen überfluten, Unterführungen unpassierbar machen und normalerweise trockene Wasserläufe in gefährliche Sturzbäche verwandeln.

Die Behörden warnen insbesondere davor, überschwemmte Straßen zu befahren oder sich in der Nähe von Flussbetten und Entwässerungsrinnen aufzuhalten.

Katalonien: Frau von Wassermassen mitgerissen

Wie gefährlich die Lage bereits ist, zeigt sich in Katalonien. In Cabrera de Mar, einer Gemeinde nördlich von Barcelona, wird seit Samstag eine Frau vermisst, die nach bisherigen Informationen in einen Wasserlauf gestürzt und von den Wassermassen mitgerissen worden sein soll.

Die katalanische Feuerwehr setzte ihre Suche während der gesamten Nacht fort. Am Sonntagmorgen waren insgesamt neun Einsatzkräfte-Einheiten beziehungsweise Einsatzteams verschiedener Rettungsorganisationen an der Suche beteiligt, darunter Feuerwehr, Mossos d’Esquadra, örtliche Polizei und Seenotrettung.

Auch aus anderen Teilen der Provinz Barcelona wurden Rettungseinsätze gemeldet. Menschen mussten aus Fahrzeugen befreit werden, während in mehreren Wohngebäuden Wasser eindrang.

Auch Andalusien, Murcia und die Balearen betroffen

Die Auswirkungen der DANA beschränken sich keineswegs auf Katalonien und Valencia. Auch in Andalusien, Murcia, auf den Balearen und im Süden Extremaduras gelten Wetterwarnungen.

Für Bewohner und Urlauber in diesen Regionen bedeutet dies, die örtlichen Wetterentwicklungen aufmerksam zu verfolgen. Besonders gefährlich können Unterführungen, tiefer gelegene Straßen und ausgetrocknete Flussbetten sein, die sich bei Starkregen innerhalb weniger Minuten mit Wasser füllen können.

Nicht jede Region ist gleichermaßen betroffen. Entscheidend sind die örtlichen Warnstufen und die tatsächlich erwarteten Niederschlagsmengen.

Warum eine DANA so gefährlich werden kann

DANA steht für Depresión Aislada en Niveles Altos, ein isoliertes Höhentief mit kalter Luft in höheren Atmosphärenschichten.

Trifft diese kalte Luft auf warme, feuchte Luftmassen über dem Mittelmeer, können sich besonders kräftige Gewitter entwickeln. Unter bestimmten Bedingungen bleiben die Regengebiete über längere Zeit nahezu ortsfest, sodass innerhalb weniger Stunden enorme Wassermengen niedergehen.

Eine DANA führt allerdings nicht zwangsläufig zu einer Katastrophe. Wie gefährlich sie wird, hängt unter anderem von ihrer Zugbahn, der verfügbaren Feuchtigkeit, der Geländeform und der Dauer der Niederschläge ab.

Was Bewohner und Urlauber jetzt beachten sollten

Wer sich in einer betroffenen Region aufhält, sollte die Warnungen der AEMET und die Mitteilungen des regionalen Zivilschutzes beachten. Von Fahrten durch überflutete Straßen ist dringend abzuraten – selbst dann, wenn das Wasser auf den ersten Blick nicht besonders tief erscheint.

Auch Spaziergänge entlang von Flussbetten, Schluchten und Küstenabschnitten mit starkem Unwetter sollten vermieden werden.

Bei unmittelbarer Gefahr gilt in ganz Spanien die europäische Notrufnummer 112.

Die kommenden Stunden bleiben entscheidend

Die DANA „Adam“ dürfte Spanien nach den bisherigen Prognosen noch mehrere Tage beschäftigen. Wie stark einzelne Regionen tatsächlich betroffen sein werden, hängt von der weiteren Entwicklung des Tiefdrucksystems ab.

Während die Rettungskräfte in Katalonien ihre Suche nach der vermissten Frau fortsetzen, richtet sich die Aufmerksamkeit vor allem auf die Region Valencia, wo für heute außergewöhnlich hohe Regenmengen angekündigt sind.

Spanien Press wird die weitere Entwicklung verfolgen.

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