Die Region überholt erstmals Katalonien und erreicht historische Zahlen bei internationalen Touristen und deren Ausgaben.
Über eine Million Touristen im März
Andalusien hat den besten März seiner Geschichte erlebt – zumindest was den Tourismus betrifft. Laut dem spanischen Statistikamt (INE) besuchten im März 2025 1.055.017 internationale Touristen die südliche Region Spaniens – ein Anstieg von 10,2 % im Vergleich zum Vorjahr.
Rekordausgaben durch internationale Besucher
Die Gesamtausgaben beliefen sich auf 1,5 Milliarden Euro, das entspricht einem Plus von 9,5 % gegenüber März 2024. Im ersten Quartal 2025 wurden bereits 3,6 Milliarden Euro ausgegeben – ein Anstieg von 8,6 % im Jahresvergleich.
Kürzere Aufenthalte, aber höhere Tagesausgaben
Obwohl die durchschnittlichen Ausgaben pro Tourist leicht auf 1.510 Euro sanken, stiegen die täglichen Ausgaben um 8,7 % auf 167 Euro. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer verringerte sich auf 8,8 Tage, ein Rückgang von 6,7 %gegenüber dem Vorjahr. Der Trend: kürzere, aber intensivere Reisen.
Andalusien übertrifft Katalonien
Zum ersten Mal seit Langem konnte Andalusien mehr Tourismuseinnahmen erzielen als Katalonien. Während Katalonien im März 1,4 Milliarden Euro verbuchte, kam Andalusien auf stolze 1,5 Milliarden.
Spanien insgesamt mit starken Zahlen
Landesweit generierte der internationale Tourismus im März 9,1 Milliarden Euro, 5,6 % mehr als im Vorjahr. Im gesamten ersten Quartal 2025 beliefen sich die Einnahmen auf 23,5 Milliarden Euro, ein Zuwachs von 7,2 %.
Die durchschnittlichen Ausgaben pro Besucher lagen bei 1.382 Euro, die täglichen Ausgaben bei 188 Euro, ein Anstieg von 4,5 %.
Woher kommen die meisten Touristen?
Die wichtigsten Herkunftsländer im März:
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Vereinigtes Königreich: 15,8 % der Touristen, 15,9 % der Ausgaben
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Deutschland: 14 % der Touristen, 12,3 % der Ausgaben
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Nordische Länder: 8,8 % in beiden Kategorien
Andalusien festigt seine Rolle als Tourismusmotor
Als Deutscher, der in Andalusien lebt, sehe ich die Entwicklung mit eigenen Augen: belebte Altstädte, volle Cafés, neue Angebote für Tagesausflügler. Andalusien hat sich längst von einem Geheimtipp zum starken Tourismusmotor Spaniens entwickelt – und das mit einem bemerkenswerten Gleichgewicht zwischen Tradition und Wachstum.
