18. August 2026
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DANA bringt Spanien erneut heftige Gewitter: Auf Hitze folgen Starkregen und deutlicher Temperatursturz

Dunkle Wolken ziehen über dem Atlantik auf: Die bevorstehende Wetterumstellung bringt in Teilen Spaniens Gewitter, Starkregen und einen deutlichen Temperatursturz (Credit: Boris Busorgin/Unsplash)

Spanien erlebt in dieser Woche einen ungewöhnlichen Wetterwechsel. Nach Temperaturen von bis zu 40 Grad kündigen sich ab Mittwoch erneut kräftige Gewitter und Starkregen an. Besonders am Donnerstag könnte die Wetterlage große Teile des Landes erfassen. Gleichzeitig fallen die Temperaturen deutlich – in manchen Regionen bis zu zehn Grad unter das für diese Jahreszeit übliche Niveau.

Redaktion Spanien Press

von Marlon Gallego Bosbach

Der Sommer zeigt sich in Spanien derzeit von seiner unberechenbaren Seite. Während am Dienstag vielerorts noch Temperaturen von deutlich über 35 Grad erwartet werden, steht bereits der nächste markante Wetterumschwung bevor. Verantwortlich ist erneut eine DANA, eine isolierte Kaltluftzone in großer Höhe, die sich der Iberischen Halbinsel wieder nähert.

Das Wetterphänomen hatte bereits am vergangenen Wochenende für schwere Unwetter gesorgt. Besonders betroffen waren unter anderem Regionen in León und Castellón. Zwei Menschen kamen bei den Folgen der heftigen Regenfälle ums Leben, gleichzeitig verursachten Sturzfluten und Überschwemmungen erhebliche Schäden.

Nun könnte die DANA in den kommenden Tagen erneut für eine äußerst unruhige Wetterlage sorgen.

Dienstag noch einmal extreme Hitze

Bevor die Gewitter einsetzen, erlebt ein großer Teil Spaniens am Dienstag noch einmal einen ausgesprochen heißen Tag. In weiten Teilen der Iberischen Halbinsel sowie auf den Balearen werden Temperaturen von mehr als 35 Grad erwartet. In einigen Regionen kann das Thermometer sogar die Marke von 40 Grad erreichen.

Besonders heiß wird es voraussichtlich im Guadalquivir-Tal und im Süden Galiciens. Auch in anderen Teilen des Landesinneren sind Temperaturen nahe der 40-Grad-Marke möglich. Die spanische Wetterbehörde Aemet hat deshalb für mehrere Provinzen orangefarbene Hitzewarnungen aktiviert. Betroffen sind unter anderem Cáceres, Toledo, Jaén, Cuenca, Huesca, Lleida und Tarragona.

Etwas weniger extrem bleibt die Situation in Gebirgsregionen sowie an Teilen der kantabrischen Küste. Ganz stabil ist das Wetter allerdings schon am Dienstag nicht. Vor allem in den Pyrenäen und im Iberischen Gebirge können sich Schauer entwickeln.

Ab Mittwoch kippt die Wetterlage

Am Mittwoch verändert sich die Wetterlage deutlich. Die DANA nähert sich erneut der Iberischen Halbinsel und wird gleichzeitig von einem weiteren Höhentrog aufgenommen, der vom Atlantik heranzieht. Dadurch nimmt die atmosphärische Instabilität spürbar zu. In der Folge muss in mehreren Regionen mit Schauern und teils kräftigen Gewittern gerechnet werden.

Besonders betroffen sein könnten das Landesinnere Galiciens, die kantabrische Küste sowie Teile des östlichen Andalusiens und der Region Murcia. Auch im Süden und Osten von Castilla-La Mancha sowie im Iberischen Gebirge und in den Pyrenäen kann sich die Wetterlage im Tagesverlauf zunehmend verschärfen. Vor allem am Nachmittag sind kräftige Gewitter möglich, die neben Starkregen auch Hagel und sehr starke Windböen mit sich bringen können.

Zusätzlich besteht die Möglichkeit, dass der Regen örtlich mit Saharastaub angereichert ist. Dadurch kann sogenannter Schlammregen entstehen, bei dem die Regentropfen eine gelbliche bis rötlich-braune Färbung annehmen und nach dem Abtrocknen deutlich sichtbare Spuren auf Autos, Straßen und anderen Oberflächen hinterlassen.

Donnerstag könnte zum Höhepunkt der Unwetter werden

Noch wichtiger ist der Donnerstag. Nach den aktuellen Prognosen überquert die DANA die Iberische Halbinsel. Dadurch wird die Wetterlage in weiten Teilen Spaniens nochmals instabiler. Vor allem der Norden des Landes könnte von kräftigen Niederschlägen betroffen sein.

Besonders genannt werden Galicien, Asturien, Kantabrien und der Norden von Castilla y León. Dort sind lokal starke Regenfälle und Gewitter möglich. Auch im Zentrum, Süden und Osten Spaniens können Schauer und Gewitter auftreten. Nach derzeitiger Einschätzung fallen sie dort vielerorts allerdings weniger kräftig aus als im Norden. Selbst die Balearen bleiben von der Entwicklung nicht vollständig ausgeschlossen.

Damit wird ausgerechnet Mitte August eine Wetterlage erwartet, die eher an einen wechselhaften Übergang zwischen Sommer und Herbst erinnert.

Freitag bleibt der Norden unbeständig

Auch am Freitag ist die Wetterlage noch nicht überstanden. Der Schwerpunkt der Niederschläge verlagert sich erneut in den Norden Spaniens. Am Vormittag werden vor allem Kantabrien und das Baskenland genannt. Im Laufe des Nachmittags können sich die kräftigeren Niederschläge und Gewitter in Richtung Pyrenäen, Iberisches Gebirge und Katalonien verlagern.

Damit zeichnet sich eine Wetterwoche ab, in der sich die Schwerpunkte der Unwetter immer wieder verschieben. Auch für das Wochenende kann eine gewisse Instabilität derzeit nicht ausgeschlossen werden.

Nach der Hitze kommt der Temperatursturz

Neben den Gewittern bringt die DANA eine zweite bemerkenswerte Veränderung: einen deutlichen Rückgang der Temperaturen. Der Wechsel erfolgt allerdings nicht überall gleichzeitig.

Am Mittwoch bleibt es zunächst noch heiß. In Murcia können weiterhin Temperaturen von bis zu 38 Grad erreicht werden, während in vielen anderen Teilen Spaniens noch Werte um oder über 35 Grad möglich sind. Am Donnerstag setzt sich die Abkühlung dann deutlich breiter durch.

In der zweiten Wochenhälfte können die Temperaturen in zahlreichen Regionen fünf bis zehn Grad unter den für diese Jahreszeit üblichen Werten liegen. Auch die Nächte werden deutlich frischer.

Für viele Menschen dürfte der Wetterwechsel deshalb besonders abrupt wirken: Auf einen Tag mit extremer Sommerhitze folgen innerhalb weniger Tage Gewitter, Starkregen und Temperaturen, die sich für Ende August ungewöhnlich niedrig anfühlen können.

Von 40 Grad zu Gewittern und kühlen Nächten

Die Wetterentwicklung in dieser Woche zeigt einen deutlichen Wandel innerhalb weniger Tage. Während am Dienstag in weiten Teilen Spaniens noch einmal extreme Hitze mit regional bis zu 40 Grad erwartet wird, nähert sich bereits am Mittwoch die DANA und sorgt für zunehmend kräftige Gewitter und Starkregen.

Am Donnerstag dürfte die instabile Wetterlage ihren Höhepunkt erreichen, wobei vor allem im Norden Spaniens, aber auch in weiteren Teilen der Iberischen Halbinsel heftige Gewitter möglich sind. Auch am Freitag und am Wochenende bleibt das Wetter vielerorts wechselhaft, gleichzeitig bewegen sich die Temperaturen auf einem deutlich niedrigeren Niveau.

Damit steht Spanien innerhalb kürzester Zeit ein markanter Wetterumschwung bevor: Auf die extreme Sommerhitze folgen Unwetter und anschließend für die Jahreszeit ungewöhnlich kühle Temperaturen.

Warum die DANA für Spanien so problematisch sein kann

Eine DANA entsteht, wenn sich in der Höhe ein Bereich mit deutlich kälterer Luft vom normalen Strömungsmuster abkoppelt. Trifft diese kalte Luft in großer Höhe auf warme und feuchte Luftmassen in Bodennähe, kann die Atmosphäre sehr instabil werden. Genau diese Kombination kann zur Bildung kräftiger Gewitter führen.

Besonders problematisch wird es, wenn Gewitter immer wieder über derselben Region entstehen oder nur langsam weiterziehen. Dann können innerhalb kurzer Zeit große Regenmengen zusammenkommen. Das vergangene Wochenende hat bereits gezeigt, welche Folgen eine solche Wetterlage haben kann. Die damaligen Niederschläge verursachten unter anderem in León und Castellón erhebliche Schäden.

Kein normaler August in Spanien

Eigentlich wäre Mitte August eine andere Wettergeschichte zu erwarten: Sonne, Hitze und stabile Hochdrucklagen. Stattdessen erlebt Spanien derzeit eine ungewöhnlich dynamische Wetterphase.

Die DANA hat sich in den vergangenen Tagen mehrfach verlagert und wird auch in dieser Woche das Wettergeschehen beeinflussen. Dass sich dabei innerhalb weniger Tage sowohl extreme Hitze als auch kräftige Gewitter und anschließend deutlich kühlere Temperaturen abwechseln, macht die aktuelle Situation besonders bemerkenswert.

Für Bewohner und Urlauber bedeutet das vor allem eines: Die Wetterlage sollte in den kommenden Tagen genau beobachtet werden. Denn während am Dienstag vielerorts noch Badewetter mit Temperaturen um 40 Grad herrscht, können bereits am Mittwoch schwere Gewitter aufziehen. Am Donnerstag dürfte die Wetterumstellung dann weite Teile Spaniens erreichen.

Der spanische Sommer macht damit in dieser Woche eine ungewöhnliche Pause – zumindest vorübergehend.

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