4 de Juni de 2025
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Durchbruch der Saisonalität: Tourismus bricht Rekorde

Spanien Press
Credit Cordon Press

Der April 2025 hat sich zu einem historischen Monat für den Tourismus in Spanien entwickelt: 8,6 Millionen internationale Besucher landeten auf spanischem Boden, ein Anstieg von 10,1 % gegenüber den Daten aus dem April 2024. Diese Zahl übertrifft nicht nur deutlich die 7,8 Millionen Touristen, die vor einem Jahr registriert wurden, sondern nähert sich auch dem Niveau, das traditionell im Juni oder September 2019 erreicht wurde, als jeweils 8,8 bzw. 8,9 Millionen Besucher empfangen wurden. Innerhalb von nur sechs Jahren (April 2019 gegenüber April 2025) ist die Zahl der Touristen in diesem Monat um fast 20 % gestiegen: von 7,1 Millionen vor der Pandemie auf nun 8,6 Millionen.

Schlüsselfaktoren: Ostern und Verlagerung der Nachfrage

Der Schub durch Ostern, das 2025 auf den April fiel (anders als 2024, als es im März stattfand), spielte eine entscheidende Rolle bei der Vebrechung des Besucherrekords. Der Feiertagstrend konzentrierte die Nachfrage in diesen Tagen und verstärkte eine Tendenz, die Mitte 2021 begann: Jeder aufeinanderfolgende Monat stellte seinen eigenen historischen Höchststand auf. So hörte der April auf, ein Übergangsmonat zu sein, und näherte sich dem Besuchervolumen, das zuvor nur in den klassischen Sommermonaten verzeichnet wurde.

Entwicklung der Saisonalität im spanischen Tourismus

Über Jahre hinweg lag der Anteil der Besucher von Juni bis September weit über 40 % des Jahresaufkommens. Im Jahr 2019 entfielen auf die vier Sommermonate 45,1 % der 83,5 Millionen Touristen, also 37,7 Millionen. Nach dem pandemiebedingten Einbruch und der Rückkehr zur Normalität stellten diese Monate 2023 43,9 % der 85,2 Millionen Besucher, und 2024 waren es 43,4 % von insgesamt fast 94 Millionen. Dies zeigt, dass die „traditionell schwächeren“ Monate (April, Mai, Oktober…) zunehmend an Bedeutung gewinnen und der Sommertourismus anteilsmäßig etwas abnimmt.

Wirtschaftliche Auswirkungen: Wachstum der Gesamtausgaben und des Durchschnitts

Im Zeitraum Januar bis April 2025 haben ausländische Touristen 34 333 Millionen Euro ausgegeben, ein Anstieg von 9,3 % gegenüber demselben Zeitraum 2024. Allein im April haben die 8,6 Millionen Besucher 10 826 Millionen Euro ausgegeben, was einem Zuwachs von 14,1 % gegenüber April 2024 und 11,8 % mehr als im Juni 2019 entspricht, als das Besuchsaufkommen ähnlich war. Besonders hervorzuheben ist, dass die Ausgaben pro Tourist stark gewachsen sind: Im letzten Jahr stiegen sie um 3,7 % und erreichten 1 264 € pro Person. Im Vergleich zu 2019 bedeutet das in nur sechs Jahren ein Plus von 28,1 %, was erklärt, warum die Einnahmen schneller wachsen als die Besucherzahlen.

Aufschwung der über 55-Jährigen als Reisende

Ein wichtiger Aspekt in diesem Prozess der „Desaisonalisation“ ist die Rolle der Reisenden ab 55 Jahren. Diese Gruppe verfügt über mehr Flexibilität hinsichtlich ihrer Reisezeit und eine höhere Kaufkraft, was ihre Reisen außerhalb der Hauptreisezeiten antreibt. Indem sie im Frühjahr und Herbst reisen, tragen diese Besucher dazu bei, dass die als „schwach“ geltenden Monate zunehmend an Besuchern gewinnen und die Lücke zu den Sommermonaten verkleinern.

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