21 de Mai de 2025
Lesezeit 1 Minute

Ex-Berater von Janukowytsch in Nobelviertel bei Madrid erschossen

Credit Policia Nacional

Andrij Portnow, ein umstrittener ukrainischer Ex-Politiker mit Nähe zum Kreml, wurde vor der exklusiven Amerikanischen Schule von mutmaßlichen Profikillern erschossen.

Madrid, 21. Mai 2025 – Ein gezielter Mord in einer der sichersten und wohlhabendsten Gegenden Spaniens: Andrij Portnow, ehemaliger Berater des prorussischen ukrainischen Präsidenten Wiktor Janukowytsch, wurde am Mittwochmorgen in Pozuelo de Alarcón bei Madrid auf offener Straße erschossen. Der 52-Jährige wurde von mehreren Schüssen tödlich getroffen, kurz nachdem er seine Töchter an der „American School of Madrid“ abgesetzt hatte.

Die Täter flohen in Richtung Casa de Campo, einem weitläufigen Waldgebiet zwischen Pozuelo und der Innenstadt von Madrid. Trotz eines großangelegten Polizeieinsatzes mit Drohnen und Hubschraubern fehlt bislang jede Spur.

Pozuelo: Wohlstand, Sicherheit und internationale Eliteschulen

Pozuelo de Alarcón gilt als der wohlhabendste Vorort Spaniens – mit der höchsten Pro-Kopf-Einkommensrate des Landes. Viele Diplomaten, Manager und Prominente leben in dieser exklusiven Wohngegend westlich von Madrid, die für ihre diskrete Sicherheit und ihre internationalen Schulen bekannt ist.

Das Verbrechen ereignete sich direkt vor der renommierten American School of Madrid, einer privaten Eliteschule mit US-Lehrplan. Die Schule zählt zu den exklusivsten Bildungseinrichtungen des Landes, mit Schülern aus über 50 Nationen, hohen Gebühren und besonders strengen Sicherheitsvorkehrungen. In einem Statement versicherte die Schule, dass sich alle Schüler in Sicherheit befanden.

Wer war Andrij Portnow?

Portnow war eine Schlüsselfigur im ukrainischen Machtapparat zwischen 2010 und 2014. Nach der proeuropäischen Maidan-Revolution floh er nach Russland und später offenbar nach Spanien. Die EU und die USA belegten ihn mit Sanktionen – wegen mutmaßlicher Korruption, Machtmissbrauch und Menschenrechtsverletzungen.

Sein Name tauchte mehrfach in internationalen Medien auf, doch in den letzten Jahren lebte er in Spanien zurückgezogen, allerdings auf hohem Lebensstandard.

Politischer Hintergrund oder organisierte Kriminalität?

Die spanische Polizei schließt keine Hypothese aus. Es könnte sich um einen politischen Auftragsmord handeln, der im Kontext des anhaltenden Krieges zwischen Russland und der Ukraine steht – oder um einen Racheakt im Umfeld der organisierten Kriminalität.

Bereits 2024 sorgte ein ähnlicher Fall für Schlagzeilen: Der russische Überläufer Maxim Kuzminow wurde in einer spanischen Küstenstadt erschossen, wo er unter falschem Namen lebte.


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