21 de November de 2025
Lesezeit 1 Minute

Femen-Aktivistinnen stören halbnackt die Messe zum 50. Todestag Francos in Madrid

Screenshot des Vorfalls

Zwei Aktivistinnen der Gruppe Femen haben am Nachmittag den Eingang der Pfarrkirche der Zwölf Apostel in Madrid gestört. Mit entblößter Brust – wie bei ihren Aktionen üblich – protestierten sie während der Messe, die von der Familie Francisco Francos und der gleichnamigen Stiftung anlässlich des 50. Todestags des Diktators, der sich gestern jährte, organisiert worden war

Redaktion Spanien Press

Die Aktivistinnen riefen Parolen wie „Legal faschistisch, nationaler Skandal“ und „Kein Ruhm und keine Ehre dem Faschismus“ und hielten Plakate mit denselben Botschaften hoch. Ihr Auftreten führte zu Spannungen unter den Anwesenden, von denen viele mit vorverfassungsrechtlichen Symbolen erschienen waren.

Ein Mann, der eine Flagge mit dem Adler von San Juan trug, versuchte die Frauen aufzuhalten und berührte mehrfach ihre Brüste, wie auf den von Zeugen aufgenommenen Videos zu sehen ist.

Die Messe, die jedes Jahr Anhänger und Nostalgiker des Franco-Regimes anzieht, verzeichnete diesmal eine besonders hohe Teilnahme, da sich der Todestag des Diktators zum fünfzigsten Mal jährte – ein Datum, das die Debatte über die historische Erinnerung in Spanien erneut in den Vordergrund rückt.

Der Auftritt hat in den sozialen Netzwerken einen viralen Sturm ausgelöst.

In den Videos ist zu sehen, wie ein Mann den Frauen an die Brust fasst, während er versucht, sie aufzuhalten. Die Szene hat einen massiven Online-Konflikt entfacht:

Auf der einen Seite: Nutzer, die von Übergriffigkeit, Machismus und einer Normalisierung des Faschismussprechen und kritisieren, dass im Jahr 2025 eine Messe zu Ehren eines Diktators gefeiert wird.

Auf der anderen Seite: jene, die die Messe verteidigen, Femen angreifen, das Verhalten des Mannes rechtfertigen und fordern, die Aktivistinnen sollten „so etwas mal in einer Moschee machen“ – einer der am häufigsten wiederholten Kommentare.

Das Ergebnis: hitzige Threads, Beleidigungen und Blockierungen, Tausende Nutzer, die sich gegenseitig frontal angreifen

Einmal mehr zeigen die sozialen Netzwerke, dass die Kluft zwischen den „zwei Spaniens“ nicht nur weiter besteht – sie wird immer tiefer.

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