Die Lage in Ceuta verschärft sich von Stunde zu Stunde. Nach verschiedenen Schätzungen, die während der Krise veröffentlicht wurden, sollen mehr als 40.000 Menschen die Grenze illegal überschritten oder dies versucht haben. Eine offizielle Bestätigung dieser Zahl liegt bislang jedoch nicht vor. Auch am Morgen gingen die Grenzübertritte weiter, während die Stadt mit einer beispiellosen Belastung kämpft
Redaktion Spanien Press
Unter der Bevölkerung wächst die Verunsicherung. Viele Einwohner haben sich aus Angst vor einer weiteren Eskalation in ihre Häuser zurückgezogen. Gleichzeitig kursieren Berichte und Bilder über mutmaßliche Überfälle auf Geschäfte sowie Versorgungsengpässe in einigen Stadtteilen. Das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung nimmt zunehmend ab.
Die Krise hat auch politisch heftige Reaktionen ausgelöst. Konservative und rechtsgerichtete Parteien in mehreren europäischen Ländern werfen der spanischen Regierung unter Pedro Sánchez schweres Versagen vor und fordern eine deutlich strengere Migrationspolitik sowie einen besseren Schutz der Außengrenzen der Europäischen Union.
Nach Ansicht der Kritiker ist die aktuelle Situation eine direkte Folge der Migrationspolitik der Regierung Sánchez und des sogenannten „Pull-Effekts“, den bestimmte politische Entscheidungen ihrer Auffassung nach ausgelöst haben. Während die politische Debatte immer schärfer wird, erlebt Ceuta weiterhin Stunden höchster Anspannung – und ein Ende der Krise ist derzeit nicht in Sicht.
