Der erste lateinamerikanische Papst stirbt in Rom nach wochenlangen gesundheitlichen Komplikationen
Papst Franziskus ist am Montagmorgen im Alter von 88 Jahren in Rom verstorben. Damit endet ein fast zwölfjähriges Pontifikat, das in mehrfacher Hinsicht Geschichte geschrieben hat: Franziskus war der erste Papst aus Lateinamerika und der erste, der gleichzeitig mit einem emeritierten Papst – Benedikt XVI. – die Geschicke der Kirche mitprägte. Eine Konstellation, die es seit Jahrhunderten nicht mehr gegeben hatte.
Jorge Mario Bergoglio, so sein bürgerlicher Name, war seit Mitte Februar im römischen Krankenhaus Poliklinik Gemelli wegen einer schweren Atemwegsinfektion in Behandlung. Trotz zwischenzeitlicher Besserung und der traditionellen Urbi et Orbi-Segnung am gestrigen Sonntag, verschlechterte sich sein Zustand zuletzt rapide.
Wie der Vatikan mitteilte, litt Franziskus in den vergangenen Wochen an akuter Atemnot, verursacht durch eine starke endobronchiale Schleimansammlung. Infolge kam es zu wiederholten Bronchospasmen, die mehrere bronchoskopische Eingriffe sowie den Einsatz nicht-invasiver Beatmung notwendig machten. Dennoch sei der Papst bis zuletzt „klar bei Bewusstsein, orientiert und kooperationsfähig“ gewesen.
Bereits in den Jahren zuvor hatte Franziskus mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. 2021 unterzog er sich einer Darmoperation, um eine Stenose zu behandeln. Zwei Jahre zuvor wurde er an den Augen operiert.
Mit seinem Tod beginnt nun die Phase der päpstlichen Trauerfeierlichkeiten. Der Vatikan bereitet das feierliche Requiem vor und wird das Konklave einberufen, das über die Wahl seines Nachfolgers entscheidet – eine Wahl, die stark vom Einfluss Franziskus’ geprägt sein wird, da ein Großteil der wahlberechtigten Kardinäle von ihm selbst ernannt wurde.
