Spanien erlebt an diesem Mittwoch eine der schwierigsten Wetterlagen des Winters. Verantwortlich ist das Tiefdruckgebiet Kristin, das weite Teile der Iberischen Halbinsel mit Schnee, Starkregen, Sturm und schwerem Seegang trifft. Die Agencia Estatal de Meteorología (Aemet) hat für nahezu das gesamte Festland Wetterwarnungen ausgegeben. Nur die Kanarischen Inseln sind nicht betroffen.
In exponierten Gebieten werden Windböen von über 100 km/h erwartet, dazu kommen anhaltende Schneefälle in Bergregionen und im nördlichen Binnenland
Redaktion Spanien Press
Schnee in Madrid und massive Verkehrsprobleme
Auch Madrid ist von den Schneefällen betroffen. Besonders im Norden der Hauptstadt sowie in der Sierra de Madrid kommt es seit den frühen Morgenstunden zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.
Mehrere wichtige Verkehrsachsen mussten gesperrt werden:
-
A-6: gesperrt zwischen Aravaca und Guadarrama
-
A-1: Fahrzeuge in Höhe Venturada eingeschneit
-
Regionalbusverkehr in mehreren Bereichen eingestellt
Der Notrufdienst 112 Madrid meldet zahlreiche Anrufe von Autofahrern, die auf verschneiten Straßen feststecken. Schwere Zwischenfälle wurden bislang jedoch nicht gemeldet. Laut Prognosen könnte der Schnee ab Mittag in Regen übergehen.
🚨 Los avisos naranja y rojo por el temporal hacen saltar la alarma de Protección Civil.
➡️ Extremen la precaución y eviten desplazamientos innecesarios.
🤳Algunas de las imágenes que nos deja el temporal hasta ahora en la región. pic.twitter.com/W9BFJhh4fG
— Onda Cero Extremadura (@OCR_Extremadura) January 28, 2026
Extremadura aktiviert den Notfallplan
Die Autonome Gemeinschaft Extremadura hat die operative Stufe 1 ihres Katastrophenschutzplans aktiviert. In mehreren Regionen wurden Warnmeldungen per ES-Alert direkt auf Mobiltelefone gesendet. Grund sind erwartete Windböen von bis zu 130 km/h.
Die Bevölkerung wurde ausdrücklich aufgefordert, auf nicht notwendige Fahrten zu verzichten. Der Unterricht wurde in der gesamten Region ausgesetzt.
Unterrichtsausfälle auch in Andalusien
Auch in Andalucía wurden präventive Maßnahmen ergriffen. In insgesamt 77 Gemeinden der Provinzen Almería, Málaga und Cádiz bleibt der Unterricht an diesem Mittwoch aus.
Die Stadtverwaltung von Sevilla hat zudem den städtischen Notfallplan auf Stufe 1 hochgestuft und die Bürger dazu aufgerufen, ausschließlich den Anweisungen offizieller Stellen zu folgen.
#Almería, detalles: el temporal en primera línea.
Brutal. Desde El Palmeral del Zapillo. El viento y la lluvia pegan con fuerza en la franja litoral. Paseo marítimo Carmen de Burgos.
Vídeo de M.V.M. @AEMET_Esp @AEMET_Andalucia @ElTiempoes @ElTiempo_tve @tiempobrasero @aytoalm pic.twitter.com/2gtzq6RkwB— JOSÉ M ROMÁN (@JMROMANGARCIA) January 28, 2026
Schneechaos in Kastilien und León
In Ávila hat der Schnee bereits in den frühen Morgenstunden mehrere Zentimeter erreicht. Der Schul- und Berufsverkehr sowie medizinische Termine wurden dadurch erheblich beeinträchtigt.
Auch in der Provinz Valladolid kommt es vor allem in ländlichen und höher gelegenen Gebieten zu Problemen. Die Behörden raten zu äußerster Vorsicht und empfehlen, nur bei zwingender Notwendigkeit zu fahren.
🌳💨 Varios árboles caídos por el temporal en el barrio de Triana, Sevilla.
Las autoridades trabajan en la limpieza y restablecimiento de la normalidad en la zona.
🔗 https://t.co/hyDXRHCIoh#Sevilla #ElTiempo pic.twitter.com/0XhpM5rxle
— ABC de Sevilla (@abcdesevilla) January 28, 2026
Behörden warnen vor gefährlicher Wetterlage
Meteorologen und Einsatzkräfte sprechen übereinstimmend von einer gefährlichen Wetterlage. Die Kombination aus Schnee, Starkregen, Sturm und niedrigen Temperaturen stellt ein erhebliches Risiko dar.
Die Empfehlung der Behörden ist eindeutig: unnötige Wege vermeiden, besonders im Straßenverkehr vorsichtig sein und sich ausschließlich über offizielle Kanäle informieren.
