Spanische Forscher des renommierten Forschungsinstituts am Hospital del Mar in Barcelona haben einen entscheidenden Faktor identifiziert, der die hohe Aggressivität von Bauchspeicheldrüsenkrebs erklärt. Diese Krebsart weist derzeit eine Fünf-Jahres-Überlebensrate von nur etwa zehn Prozent auf.
Die in der angesehenen Fachzeitschrift „PNAS“ veröffentlichte Studie hebt insbesondere die zentrale Rolle des Tumorstromas hervor, vor allem der sogenannten Fibroblasten. Diese Zellen fördern das Wachstum und die Ausbreitung der Krebszellen und erhöhen zugleich die Resistenz des Tumors gegenüber aktuellen Therapien.
Studienleiterin Pilar Navarro erklärt, dass das Protein Galectin-1 innerhalb der Zellkerne der Fibroblasten eine entscheidende Rolle spielt. Es beeinflusst dort direkt die Genexpression und begünstigt dadurch das aggressive Wachstum des Tumors.
Diese neuen Erkenntnisse könnten wegweisend sein und bieten Ansätze für innovative Therapien, die gezielt darauf abzielen, die Aktivität dieser Fibroblasten zu hemmen. Damit könnte die Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs entscheidend verbessert und möglicherweise revolutioniert werden.
