3 de November de 2025
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Schluss mit Airbnb: Barcelona ist die erste Stadt Spaniens, die Ferienwohnlizenzen abschafft

Ayuntamiento Barcelona Credit Ayuntamiento Barcelona


Barcelona schreibt Geschichte: Die katalanische Hauptstadt ist die erste Großstadt Spaniens, die alle Lizenzen für Ferienwohnungen abschafft. Nach einem Beschluss des Stadtrats unter Bürgermeister Jaume Collboni dürfen die derzeit rund 10.000 touristischen Apartments nur noch bis November 2028 betrieben werden. Danach müssen sie entweder vermietet oder verkauft werden – aber ausschließlich als Wohnraum für Einheimische

Redaktion Spanien Press

Die Entscheidung stützt sich auf das Dekretgesetz 3/2023 der Generalitat de Catalunya, das eine maximale Gültigkeit von vier Jahren für bestehende Lizenzen vorsieht. Während andere Städte über mögliche Übergangsmodelle nachdenken, geht Barcelona einen radikaleren Weg: Es wird keinen neuen Bebauungsplan geben, der Ferienwohnungen weiterhin erlaubt.
„Wir wollen, dass in Barcelona die touristische Nutzung von Wohnungen vollständig endet“, erklärte Collboni. „So schaffen wir wieder Wohnraum für die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt und verhindern, dass sie aus ihren Vierteln verdrängt werden.“

Der Beschluss ist Teil des städtischen Plans Viure („Leben“), mit dem Barcelona dem steigenden Wohnraummangel entgegenwirken will. Eine weitere zentrale Maßnahme ist die 30-Prozent-Quote für sozialen Wohnungsbau bei privaten Bauprojekten. Die Strategie wurde mit Unterstützung der renommierten Ökonomin Carme Trilla, der ehemaligen Wohnungsbeauftragten der Generalitat, erarbeitet.

Keine neuen Genehmigungen – endgültiges Aus für Ferienwohnungen

Im neuen Sonderplan für touristische Unterkünfte (PEUAT) wird es keine Kategorie für Ferienwohnungen mehr geben. Das bedeutet: Keine neuen Lizenzen, keine Verlängerungen, kein Airbnb in Wohnhäusern.
„Wir setzen das Gesetz konsequent um, damit diese 10.000 Wohnungen bis 2028 wieder für die Einwohner Barcelonas zur Verfügung stehen“, betonte der Bürgermeister.

Laut Stadtverwaltung ist die Zahl der illegalen Ferienwohnungen in den letzten Jahren deutlich gesunken – auch dank regelmäßiger Kontrollen und einer besseren Zusammenarbeit mit Plattformen wie Airbnb und Booking, gegen die weiterhin monatlich etwa 300 Anzeigen eingehen.

Eine Pionierentscheidung in Spanien – und in Europa

Mit diesem Schritt wird Barcelona zur Vorreiterin in Spanien und zu einer der ersten europäischen Metropolen, die Ferienwohnungen vollständig in regulären Wohnraum zurückführt.
Andere Städte wie Madrid, Sevilla oder Valencia haben die Bedingungen verschärft, aber keine vollständige Abschaffung beschlossen. Auch auf den Balearen und den Kanarischen Inseln gibt es nur befristete Moratorien.

Für Collboni ist der Beschluss ein strukturpolitischer Wendepunkt: „Wir treffen diese mutige Entscheidung, um die soziale Mischung in der Stadt zu bewahren und zu verhindern, dass Wohnen zum Luxusgut wird.“


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