9. Oktober 2026
Lesezeit 1 Minute

Schönheitschirurg in Marbella erschossen: 18-jähriger Schwede festgenommen

Die Policía Nacional ermittelt nach der tödlichen Schießerei in der Cirumed Clinic in Marbella, bei der der deutschstämmige Schönheitschirurg Alexander Aslani ums Leben kam (Credit: KI generiert)

Der deutschstämmige Schönheitschirurg Alexander Aslani ist am vergangenen Mittwoch in seiner Klinik in Marbella erschossen worden. Die spanische Polizei nahm am folgenden Tag einen 18-jährigen Schweden als mutmaßlichen Täter fest. Die Ermittler prüfen mögliche Hintergründe der Tat, darunter einen Konflikt im Zusammenhang mit einer Schönheitsoperation.

Redaktion Spanien Press

von Marlon Gallego Bosbach

Vermummter Täter erschießt Arzt in seiner Klinik

Der Angriff ereignete sich am 7. Oktober in der Cirumed Clinic in Marbella in der Provinz Málaga. Nach Medienberichten betrat ein schwarz gekleideter und vermummter Mann die Klinik und ging zum Büro des 57-jährigen Chirurgen. Dort soll er mehrere Schüsse aus nächster Nähe abgegeben haben. Für Aslani kam jede Hilfe zu spät.

Der mutmaßliche Täter soll anschließend mit einem Motorrad geflohen sein. Berichten zufolge trug er bei dem Angriff einen Helm und eine Kapuze. Die Nationalpolizei leitete Ermittlungen ein, um den Ablauf der Tat und die Hintergründe zu klären.

18-jähriger Schwede unter Mordverdacht

Am gestrigen Donnerstag nahm die spanische Polizei einen 18-jährigen schwedischen Staatsbürger fest. Die Festnahme erfolgte weniger als 24 Stunden nach dem tödlichen Angriff. Der junge Mann gilt als mutmaßlicher Schütze. Ob er allein gehandelt hat oder weitere Personen an der Tat beteiligt waren, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Auch die Möglichkeit eines Auftragsmordes wird in Medienberichten thematisiert. Bislang ist jedoch weder ein Auftraggeber identifiziert noch ein entsprechender Tatauftrag offiziell bestätigt worden.

Ermittler prüfen möglichen Streit mit einer Patientin

Als mögliches Motiv wird ein Konflikt im Zusammenhang mit einer Schönheitsbehandlung untersucht. Medienberichten zufolge soll eine Patientin mit einer geplanten oder vereinbarten Behandlung unzufrieden gewesen sein und Geld zurückgefordert haben. Zudem ist von möglichen Drohungen gegen den Arzt vor der Tat die Rede.

Einige Berichte bringen auch das Umfeld der Patientin mit dem Konflikt in Verbindung. Ob diese Vorgänge tatsächlich mit der Tötung zusammenhängen, ist bislang nicht geklärt. Die Polizei hat sich zu den möglichen Hintergründen nur begrenzt geäußert.

International bekannter Schönheitschirurg

Alexander Aslani war in Marbella als plastischer Chirurg tätig und leitete die Cirumed Clinic. Er spezialisierte sich unter anderem auf Körperformung, Fettabsaugungen und das sogenannte Brazilian Butt Lift. Seine Klinik behandelte auch internationale Patienten. Nach Medienangaben hatte Aslani eine große Reichweite in sozialen Netzwerken. Zuvor war er unter anderem an privaten Krankenhäusern der Quirón-Gruppe in Málaga und Marbella tätig gewesen.

Das Ärztekollegium der Provinz Málaga verurteilte die tödliche Gewalttat und sprach den Angehörigen sowie den Kollegen des Chirurgen sein Beileid aus. Die Ermittlungen dauern an. Im Mittelpunkt stehen die Frage nach dem Motiv, die mögliche Beteiligung weiterer Personen und die Umstände, unter denen der Angriff vorbereitet wurde.

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