Die Osterwoche 2025 dürfte den positiven Tourismustrend Spaniens weiter bestätigen. Bereits im Jahr 2024 verzeichnete das Land mit rund 94 Millionen Besuchern einen historischen Höchstwert – ein Rekord, den die Branche im laufenden Jahr erneut übertreffen will.
Laut der spanischen Reisebüro-Konföderation (CEAV) wird für die diesjährige Karwoche ein Buchungsplus von 10 bis 15 Prozent im Vergleich zu 2024 erwartet. Die späte Lage des Osterfestes im April begünstigt dabei zusätzliche Urlaubsbuchungen, insbesondere bei Kurzreisen.
Gutes Wetter treibt kurzfristige Buchungen an
Allein in der letzten Märzwoche stiegen die Hotelbuchungen um 30 Prozent – begünstigt durch das stabile Frühlingswetter, positive Wirtschaftsaussichten, eine steigende Zahl internationaler Gäste und ein insgesamt wachsendes touristisches Angebot.
Branchenkenner gehen davon aus, dass sich dieser Trend über die gesamte Karwoche hinweg fortsetzen wird. Der Ferienzeitraum gilt als Schlüsselmoment für den Saisonauftakt in vielen Regionen Spaniens.
Beliebteste Reiseziele: Inseln, Küste und Städte mit Tradition
Die Kanaren, Andalusien und die Balearen gehören zu den meistgefragten nationalen Reisezielen, dicht gefolgt von weiteren Küstenregionen, die aufgrund milder Temperaturen als besonders attraktiv gelten. Auch Städte mit starker Ostertradition wie Sevilla, Málaga, Valladolid und Zamora melden hohe Buchungszahlen – sowohl von Einzelreisenden als auch von organisierten Gruppen.
Im internationalen Segment zeigt sich ein vielfältiges Bild: von europäischen Städtereisen über Fernziele wie die Karibik bis hin zu asiatischen Destinationen wie Japan, China, Thailand und Indonesien, die bei spanischen Reisenden zunehmend beliebt sind.
Preise steigen deutlich
Ein Blick auf die Übernachtungskosten zeigt: Osterurlaub in Spanien wird teurer. Laut einer Studie von eBooking.com liegen die Preise in den fünf gefragtesten Städten durchschnittlich 15,6 Prozent höher als im Vorjahr.
In Madrid kostet eine Nacht nun durchschnittlich 187 Euro (2024: 161 €), in Sevilla sind es 246 Euro (+9,8 %) und in Málaga 142 Euro (+14,1 %). Besonders stark gestiegen sind die Preise in Benidorm und Valencia, wo die Durchschnittskosten bei 138 Euro (+17,2 %) bzw. 170 Euro (+20 %) pro Nacht liegen.
Osterkampagne kurbelt Arbeitsmarkt an
Auch auf dem Arbeitsmarkt macht sich das Osterhoch bemerkbar. Die Personalagentur Randstad rechnet mit 126.260 Neueinstellungen – ein Plus von 5,6 Prozent gegenüber 2024 (119.590 Verträge). Im Vergleich zu 2019 beträgt das Wachstum sogar 8,7 Prozent.
Die Hotellerie und Gastronomie führen die Liste der Neueinstellungen mit einem Anteil von über 85 Prozent an. Der Transport- und Logistiksektor schafft 9.745 Arbeitsplätze (+24 %), während der Bereich Freizeit und Unterhaltung8.490 Verträge generiert – ein Anstieg von 2,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
