Die Arbeitslosenzahl in Spanien ist im März auf den niedrigsten Stand für diesen Monat seit 17 Jahren gesunken. Laut den am Mittwoch veröffentlichten Daten des Arbeitsministeriums sank die Zahl der Arbeitslosen um 13.311 Personen auf etwas über 2,5 Millionen – der niedrigste März-Wert seit 2007, vor der Finanzkrise und dem Platzen der Immobilienblase.
Obwohl der Rückgang nur halb so groß ist wie im Vorjahr, spielte der frühere Ostertermin eine wichtige Rolle. Der Feiertagszeitraum sorgte für eine erhöhte Nachfrage nach Arbeitskräften, insbesondere im Hotel- und Gaststättengewerbe.
Rekord bei der Sozialversicherung
Parallel zur sinkenden Arbeitslosigkeit stieg auch die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten deutlich an. Im März wurden 161.491 neue Jobs geschaffen, womit die Gesamtzahl der registrierten Beschäftigten auf 21,3 Millionen anstieg – ein neuer historischer Höchststand.
Mehr als 40 Prozent der neuen Anmeldungen entfielen auf den Dienstleistungssektor, insbesondere in Hotels, Bars und Restaurants, die sich auf die Osterzeit vorbereiten.
Uneinheitliche Entwicklung in anderen Branchen
Während die Tourismusbranche deutlich zulegte, verlief die Entwicklung in anderen Bereichen verhaltener. Die Industriekonnte lediglich 5.121 neue Beschäftigte gewinnen. Die Landwirtschaft hingegen verlor aufgrund ungünstiger Witterungsbedingungen rund 5.000 Arbeitskräfte, die aus dem Sozialversicherungssystem ausschieden.
Mehr stabile Arbeitsverhältnisse und Frauen im Job
Arbeitsministerin Yolanda Díaz hob in ihrer Stellungnahme die Zunahme stabiler Beschäftigung hervor. Rund 44 Prozent aller neuen Arbeitsverträge seien unbefristet. Zudem sei mit 10,1 Millionen berufstätigen Frauen ein historischer Höchstwert erreicht worden – ein bedeutender Fortschritt für die Gleichstellung auf dem Arbeitsmarkt.
Positiver Ausblick für den April
Für den Monat April erwartet das Personaldienstleistungsunternehmen Randstad eine Fortsetzung des positiven Trends. Die Osterkampagne soll rund 126.260 neue Arbeitsverhältnisse schaffen – ein Plus von 5,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders gefragt sind erneut Transport und Logistik, Hotellerie sowie der Freizeit- und Unterhaltungssektor.
