4. September 2026
Lesezeit 1 Minute

Spaniens Immobilienpreise steigen weiter zweistellig – doch erstmals gibt es ein kleines Warnsignal

Die Immobilienpreise in Spanien kennen seit Monaten fast nur eine Richtung: nach oben. Nach aktuellen Daten des spanischen Immobilienportals Idealista lagen die Angebotspreise für gebrauchte Immobilien im August 12,5 Prozent über dem Vorjahresniveau. Besonders in Andalusien und an der Costa del Sol bleibt das Preisniveau hoch. Gleichzeitig zeigt die jüngste Auswertung erstmals seit langer Zeit ein kleines Gegenzeichen.

Redaktion Spanien Press

Nach dem aktuellen Immobilienpreisindex von Idealista erreichte der durchschnittliche Angebotspreis für gebrauchte Wohnimmobilien in Spanien im August 2026 2.924 Euro pro Quadratmeter. Das entspricht einem Anstieg von 12,5 Prozent innerhalb eines Jahres.

Damit verzeichnet Spanien laut Idealista inzwischen 20 Monate in Folge zweistellige jährliche Preissteigerungen.

Gleichzeitig gingen die Preise gegenüber Juli um 0,3 Prozent zurück. Damit endet eine Serie von 43 aufeinanderfolgenden Monaten mit monatlichen Preissteigerungen. Es ist der erste landesweite monatliche Rückgang seit Ende 2022.

Andalusien bleibt besonders teuer

Für Andalusien weist Idealista im August einen durchschnittlichen Angebotspreis von 2.938 Euro pro Quadratmeteraus. Das sind 10,9 Prozent mehr als vor einem Jahr und 0,5 Prozent mehr als im Juli. Damit erreichte die Region im August einen neuen Höchststand.

Noch deutlicher zeigt sich das hohe Preisniveau in der Provinz Málaga. Hier werden laut Idealista durchschnittlich 4.293 Euro pro Quadratmeter verlangt. Damit gehört Málaga inzwischen zu den teuersten Provinzen Spaniens – hinter den Balearen, Madrid und Guipúzcoa.

Ist die Preisrallye vorbei?

Noch wäre es verfrüht, aus dem monatlichen Minus von 0,3 Prozent eine Trendwende abzuleiten. Schließlich stehen diesem kleinen Rückgang 12,5 Prozent Preissteigerung innerhalb eines Jahres gegenüber.

Die kommenden Monate dürften deshalb besonders interessant werden. Sie werden zeigen, ob der August lediglich eine kurze Verschnaufpause war – oder ob sich der außergewöhnlich starke Preisanstieg auf dem spanischen Immobilienmarkt tatsächlich langsam abschwächt.

Quelle: Idealista / Idealista Data, Immobilienpreisindex August 2026. Bei den genannten Werten handelt es sich um von Idealista ermittelte Angebotspreise bzw. Preiserwartungen und nicht um die tatsächlich notariell beurkundeten Verkaufspreise.

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