1. Juni 2026
Lesezeit 1 Minute

Strom und Gas werden teurer: Steuererleichterungen laufen aus

Credit Vitaly Gariev (Unsplash)

Zum 1. Juni steigen in Spanien die Energiepreise für private Haushalte spürbar. Grund ist das Auslaufen zentraler Steuervergünstigungen, die während der Energiekrise eingeführt worden waren. Besonders betroffen sind Strom- und Gasrechnungen.

Redaktion Spanien Press 

Rückkehr zur vollen Besteuerung

Mit Monatsbeginn gilt für Strom und Gas wieder der reguläre Mehrwertsteuersatz von 21 Prozent, nachdem dieser zeitweise auf 10 Prozent gesenkt worden war. Gleichzeitig wird die Stromsteuer von 0,5 Prozent zurück auf 5 Prozent angehoben. Auch Steuererleichterungen für alternative Brennstoffe wie Pellets oder Brennholz entfallen.

Spürbare Mehrkosten für Haushalte

Die Auswirkungen werden sich in den kommenden Abrechnungen bemerkbar machen. Zwar lagen die Energiepreise zuletzt unter dem Vorjahresniveau, doch ohne die steuerlichen Entlastungen wäre der Strompreis bereits im April um rund 4,8 Prozent gestiegen. Beim Gas hätte sich ein leichter Anstieg von etwa 0,7 Prozent ergeben.

Großhandelspreise ziehen an

Zusätzlichen Druck erzeugt die Entwicklung auf dem Energiemarkt. Im Mai lag der durchschnittliche Strompreis auf dem iberischen Großhandelsmarkt rund 28 Prozent höher als im Vormonat. Diese Entwicklung schlägt sich zwar nicht direkt, aber mittelbar in den Endverbraucherpreisen nieder.

Hohe Kosten für den Staat

Die spanische Regierung begründet das Auslaufen der Maßnahmen mit deren erheblichem fiskalischen Aufwand. Nach Schätzungen beliefen sich die Mindereinnahmen allein durch die Steuererleichterungen im Energiesektor auf rund eine Milliarde Euro.

Entlastungen bei Kraftstoffen bleiben vorerst

Nicht alle Hilfen enden jedoch sofort. Steuervergünstigungen auf Kraftstoffe sowie Unterstützungsmaßnahmen für bestimmte Berufsgruppen und einkommensschwache Haushalte bleiben mindestens bis Ende Juni bestehen. Eine mögliche Verlängerung wird derzeit geprüft.

Politische Debatte über Verlängerung

Innerhalb der Regierung wird diskutiert, ob einzelne Maßnahmen über den Sommer hinaus fortgeführt werden sollen. Gewerkschaften und politische Partner drängen bereits auf eine Verlängerung, falls die Energiepreise weiter steigen.

Eine Antwort hinterlassen

Your email address will not be published.

Vorherige Geschichte

Fünf Tote in Nordspanien – extreme Hitzewelle trifft das Land mitten im Mai

Nächste Geschichte

Sánchez klammert sich an die Macht – und der Vorwurf des doppelten Maßstabs wächst

Neues von Blog

error: Der Inhalt ist geschützt !!
Gehe zuTop