20 de Dezember de 2025
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Unklarer Todesfall an Bord eines EasyJet-Fluges in Málaga

Credit Wikipedia

Ein außergewöhnlicher Vorfall am Flughafen Málaga sorgt für Aufsehen und wirft zahlreiche offene Fragen auf. Auf einem EasyJet-Flug mit Ziel London wurde kurz vor dem Abflug festgestellt, dass eine ältere Passagierin verstorben war. Ob die Frau bereits beim Boarding tot war oder erst kurz danach verstarb, ist bislang nicht eindeutig geklärt

Redaktion Spanien Press

Nach übereinstimmenden Berichten von Augenzeugen handelte es sich um eine 89-jährige britische Staatsbürgerin, die von mehreren Familienangehörigen im Rollstuhl bis zum Flugzeug begleitet wurde. Gegenüber dem Bodenpersonal soll angegeben worden sein, die Frau sei erschöpft oder eingeschlafen. Hinweise auf einen akuten medizinischen Notfall lagen zu diesem Zeitpunkt offenbar nicht vor.

Mehrere Passagiere berichteten später, die Frau sei mithilfe ihrer Angehörigen auf einen Sitz im hinteren Teil der Maschine gesetzt worden. Erst als das Flugzeug bereits zur Startbahn rollte, bemerkte die Kabinenbesatzung, dass die Passagierin keine Lebenszeichen mehr zeigte. Der Start wurde daraufhin sofort abgebrochen und die Maschine kehrte zur Parkposition zurück.

Die alarmierten Rettungskräfte konnten nur noch den Tod der Frau feststellen. Der Flug von Málaga nach London verzögerte sich infolgedessen um rund zwölf Stunden.

Nach aktuellem Stand der Ermittlungen ist nicht bekannt, ob die Frau bereits vor dem Boarding verstorben war oder erst kurz nach dem Einsteigen an Bord zusammenbrach. Ebenso ist unklar, ob die Familienangehörigen zu irgendeinem Zeitpunkt von ihrem Tod wussten. Entsprechende Vorwürfe lassen sich bislang nicht belegen.

EasyJet erklärte in einer Stellungnahme, die Passagierin habe über ein gültiges ärztliches Flugtauglichkeitszertifikat verfügt und sei nach bisherigen Erkenntnissen lebend an Bord gegangen. Die genauen Umstände des Todes würden derzeit in Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden untersucht.

Der Fall lenkt zudem den Blick auf einen oft wenig bekannten Aspekt: die hohen Kosten einer Überführung von Verstorbenen ins Ausland. Die Repatriierung eines Leichnams kann – je nach Herkunftsland, Formalitäten und Transportart – mehrere tausend Euro kosten. Dazu kommen bürokratische Hürden, Genehmigungen und zeitlicher Aufwand, die für Angehörige in einer ohnehin belastenden Situation zusätzlich schwer wiegen können.

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