3 de Juli de 2025
Lesezeit 1 Minute

Wer kein Geschäft macht, ist selbst schuld“ – Private Pools werden in Spaniens Hitzemetropolen zur Goldgrube

Bei Rekordtemperaturen entdecken immer mehr Poolbesitzer in Städten wie Sevilla, Valencia oder Alicante die stundenweise Vermietung als lukrative Einnahmequelle

Redaktion Spanien Press

Mit den immer heißer werdenden Sommern fragen sich viele Stadtbewohner: Wie kann man sich abkühlen, ohne die Stadt zu verlassen oder viel Geld auszugeben? Die Antwort liegt direkt in der Nachbarschaft. Über Plattformen wie Cocopool lassen sich private Pools stundenweise mieten – ein Modell, das sich als echter Volltreffer erweist.

Was früher als exklusiver Luxus galt, ist heute ein neues Geschäftsmodell für clevere Poolbesitzer – besonders in heißen Städten wie Sevilla, Murcia oder Valencia, wo das Thermometer regelmäßig über 40 Grad klettert.

Das „Airbnb des Wassers“: So funktioniert’s

Das Konzept ist einfach: Wer einen privaten Pool hat, kann ihn auf der Plattform anmelden, einen Preis festlegen, Extras wie Schattenplätze, Garten oder Grill angeben – und dann Anfragen von Gästen annehmen oder ablehnen. Nutzer können Pools in ihrer Nähe nach Preis, Ausstattung und Verfügbarkeit filtern und direkt online buchen.

Die Kosten liegen je nach Stadt und Ausstattung im Schnitt zwischen 200 und 500 Euro für rund sechs Stunden. Viele Gastgeber werten ihre Gärten zusätzlich auf, um noch attraktiver zu werden.

Die Hitze schafft neue Märkte

„Der Juni war der erfolgreichste Monat in unserer Firmengeschichte“, erklärt Gerard Xalabardé, CEO von Cocopool. Laut Plattform sind die Buchungszahlen in folgenden Städten besonders stark gestiegen:

  • Tarragona (+1.900 %)
  • Alicante und Murcia (+900 %)
  • Valencia (+850 %)
  • Auch Sevilla, Madrid, Barcelona und Girona verzeichnen Zuwächse von über 200 %.

Und das Wachstum ist noch lange nicht vorbei: Für Juli und August erwartet man eine weitere Steigerung – vor allem in Wohngebieten am Stadtrand, wo schnelle Erreichbarkeit besonders geschätzt wird.

Von der Skepsis zum Wochenend-Business

„Anfangs war ich unsicher, aber mittlerweile ist mein Pool jedes Wochenende ausgebucht“, sagt Ricardo aus Madrid, Gastgeber bei Cocopool seit 2023. „Ich bekomme Buchungen von Familien, jungen Paaren, Geburtstagsgruppen… Die Plattform gibt mir Sicherheit bei den Zahlungen, und ich kann jede Anfrage individuell annehmen.“

Auch auf Nutzerseite ist die Begeisterung groß. Jéssica Vilchez, Mutter von zwei kleinen Kindern, erzählt: „Wir haben über Cocopool eine Poolparty für den Geburtstag meiner Tochter organisiert – viel angenehmer als im Park oder Einkaufszentrum. Es gab Schatten, Garten, ein privates Bad – einfach perfekt.“

Die neue Badekultur: flexibel, privat, profitabel

Was einst als Trend begann, wird mehr und mehr zu einem Teil der städtischen Sharing Economy. Für viele Poolbesitzer bedeutet das: ein flexibles Nebeneinkommen, geringe Investitionen – und eine neue Art, mit dem Sommergeschäft mitzuhalten. In Spaniens Hitzemetropolen gilt deshalb:

„Wer einen Pool hat und ihn nicht vermietet – der lässt Geld auf der Straße liegen.“

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