1. Juni 2026
Lesezeit 1 Minute

Sommer-Tarife auf der AP-7 an der Costa del Sol: Autofahrer müssen erneut tiefer in die Tasche greifen

Typisches Bild im Sommer: Pendler und Urlauber stehen Seite an Seite im dichten Verkehr (Credit: Tim D/Unsplash)

An der Costa del Sol sorgt die Autobahn AP-7 auch im Sommer 2026 wieder für Diskussionen. Die mautpflichtige Küstenautobahn, die sich von Málaga über Marbella bis nach Estepona und Manilva zieht, bleibt eine der wichtigsten, aber auch teuersten Verkehrsverbindungen in Südspanien. Mit Beginn der Hochsaison steigen die Gebühren erneut deutlich an – und damit wächst auch der Unmut vieler Autofahrer.

Redaktion Spanien Press

von Marlon Gallego Bosbach

Deutlich höhere Kosten in der Hochsaison

Wie jedes Jahr gelten auf der AP-7 zwischen Juni und September erhöhte Sommerpreise. Betroffen ist vor allem der stark frequentierte Abschnitt entlang der westlichen Costa del Sol, der täglich von Pendlern, Touristen und Expats genutzt wird.

Für eine komplette Fahrt zwischen Fuengirola und Manilva müssen Autofahrer in der Hochsaison mittlerweile rund 19,55 Euro bezahlen. In der Nebensaison liegt der Preis für dieselbe Strecke bei etwa 12 Euro – ein Unterschied, der viele Nutzer regelmäßig überrascht.

Auch einzelne Teilstrecken sind von den Erhöhungen betroffen. So kostet etwa die Passage bei Calahonda im Sommer rund 9,25 Euro statt zuvor etwa 5,70 Euro. Bei San Pedro Alcántara steigt der Preis auf rund 6,25 Euro, während die Maut in Manilva auf etwa 4,05 Euro ansteigt.

Warum die Preise steigen

Offiziell werden die jährlichen Anpassungen mit mehreren Faktoren begründet. Dazu zählen vor allem die allgemeine Inflation, gestiegene Betriebskosten sowie eine schrittweise Reduzierung staatlicher Unterstützung. Die Betreiber verweisen darauf, dass die Mautpreise regelmäßig an wirtschaftliche Entwicklungen angepasst werden müssten.

Gleichzeitig sorgt genau diese Argumentation bei vielen Fahrern für Kritik, da die Preissteigerungen inzwischen als kaum noch verhältnismäßig empfunden werden.

Wachsende Kritik aus Politik und Bevölkerung

Besonders in der Provinz Málaga wird die Preisentwicklung seit Jahren kontrovers diskutiert. Kommunalpolitiker und regionale Vertreter kritisieren, dass die AP-7 für viele Menschen faktisch zur Pflichtstrecke geworden sei, da die kostenfreie A-7-Küstenstraße im Sommer regelmäßig überlastet ist.

Die Maut wird daher von Kritikern als „überteuert“ bezeichnet, insbesondere für Pendler und Einheimische, die die Strecke regelmäßig nutzen müssen. Gleichzeitig wird gefordert, die Einnahmen stärker in den Ausbau der parallel verlaufenden A-7 zu investieren, um langfristig eine echte Entlastung zu schaffen.

AP-7 oder A-7: kaum eine echte Wahl im Sommer

Viele Autofahrer stehen an der Costa del Sol vor einem Dilemma. Die AP-7 bietet eine schnelle und meist staufreie Verbindung entlang der Küste, ist jedoch kostenpflichtig und vor allem im Sommer deutlich teurer. Die A-7 hingegen ist kostenlos, aber in der Hochsaison häufig stark überlastet, insbesondere zwischen Málaga und Marbella.

Gerade in den Sommermonaten entscheiden sich daher viele Verkehrsteilnehmer trotz der hohen Kosten für die AP-7, um lange Staus und Verzögerungen zu vermeiden.

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