7. Juli 2026
Lesezeit 2 Minuten

Spanien schlägt Portugal in letzter Minute: Mikel Merino wird erneut zum Helden

War erneut der Matchwinner: Mikel Merino

Spanien hat in einem hochspannenden iberischen Duell Portugal mit 1:0 besiegt und steht damit im Viertelfinale der Weltmeisterschaft 2026. In einem lange ausgeglichenen und taktisch geprägten Achtelfinale fiel die Entscheidung erst in der Nachspielzeit: Mikel Merino erzielte in der 91. Minute den Treffer, der Spanien jubeln und Portugal verzweifeln ließ

Redaktion Spanien Press

Das Spiel in Dallas hatte alles, was ein großes K.-o.-Duell braucht: Rivalität, Nervosität, enorme Intensität und zwei Mannschaften, die wussten, dass ein einziger Fehler das Turnier beenden konnte. Portugal trat in Rot an, Spanien spielte an diesem Abend im weißen Auswärtstrikot. Schon optisch war es ein ungewöhnliches Bild für „La Roja“, doch sportlich blieb Spanien seinem Stil treu: viel Ballbesitz, Geduld und der Versuch, den Gegner Schritt für Schritt müde zu spielen.

Portugal begann mutig und suchte immer wieder den Weg über Cristiano Ronaldo, João Félix und Bruno Fernandes. Doch die spanische Defensive stand stabil. Auf der anderen Seite versuchte Spanien, über Lamine Yamal, Dani Olmo und Mikel Oyarzabal gefährlich zu werden. Große Chancen blieben zunächst selten, denn beide Teams gingen kaum Risiko ein. Es war kein wildes Spiel, sondern ein Duell der Kontrolle.

Nach der Pause wurde Spanien stärker. Die Mannschaft von Luis de la Fuente übernahm zunehmend das Kommando, während Portugal tiefer stand und auf Konter hoffte. Lange sah alles nach Verlängerung aus. Beide Teams neutralisierten sich, die Spannung stieg mit jeder Minute, und der Eindruck wuchs, dass dieses Spiel durch eine einzige Szene entschieden werden würde.

Diese Szene kam in der Nachspielzeit. Ferran Torres leitete den entscheidenden Angriff ein, Mikel Merino tauchte im richtigen Moment auf und vollendete eiskalt zum 1:0. Der spanische Mittelfeldspieler, der erst kurz zuvor eingewechselt worden war, wurde damit erneut zum Mann der großen Momente. Schon bei der Europameisterschaft 2024 hatte er Spanien mit einem späten Tor gegen Deutschland gerettet. Nun schrieb er gegen Portugal das nächste Kapitel.

Portugal war geschockt, versuchte aber noch einmal alles. Bernardo Silva hatte kurz vor Schluss noch eine Möglichkeit, doch sein Abschluss ging über das Tor. Danach war Schluss. Spanien jubelte, Portugal stand fassungslos auf dem Rasen.

Für Cristiano Ronaldo könnte es das letzte Spiel bei einer Weltmeisterschaft gewesen sein. Der portugiesische Superstar kämpfte bis zum Ende, konnte der Partie aber nicht mehr seinen Stempel aufdrücken. Für Portugal ist das Ausscheiden ein schwerer Schlag, vor allem weil die Mannschaft über viel individuelle Qualität verfügt, diese aber im entscheidenden Moment nicht konsequent genug ausspielte.

Spanien hingegen zieht mit viel Selbstvertrauen ins Viertelfinale ein. Es war kein spektakulärer Sieg, aber ein sehr wertvoller. Die Mannschaft zeigte Geduld, Reife und den Glauben daran, bis zur letzten Minute zuschlagen zu können. Genau solche Spiele entscheiden große Turniere.

Am Ende bleibt ein Bild hängen: Mikel Merino im weißen Spanien-Trikot, mitten im Strafraum, im entscheidenden Moment eiskalt. Spanien lebt weiter im Turnier. Portugal ist raus. Und der iberische Klassiker wurde durch einen Treffer entschieden, der noch lange in Erinnerung bleiben dürfte.

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