11. September 2026
Lesezeit 4 Minuten

Vuelta 2026 sorgt heute für Verkehrschaos in Málaga: Diese Straßen sind ab 11.30 Uhr gesperrt

Primož Roglič (l.) und Enric Mas kämpfen bei der Vuelta a España um den Gesamtsieg (Credit: KI generiert)

Die 19. Etappe der Vuelta a España führt am Freitag durch Málaga. Der Verkehr wird bereits ab 11.30 Uhr eingeschränkt, fast das gesamte EMT-Busnetz ist betroffen. Gleichzeitig geht es sportlich um wichtige Sekunden im Kampf um das Rote Trikot.

Redaktion Spanien Press

von Marlon Gallego Bosbach

Málaga steht heute ganz im Zeichen der Vuelta a España. Die 19. Etappe führt am Freitag, 11. September, von Vélez-Málaga über die Provinz Málaga bis zur Bergankunft auf Peñas Blancas bei Estepona. Für die Autofahrer bedeutet das erhebliche Einschränkungen: Die ersten Straßen werden bereits ab 11.30 Uhr gesperrt. Das Peloton wird voraussichtlich gegen 12.40 Uhr in Málaga eintreffen.

Die Etappe ist 210,8 Kilometer lang und wird von der Vuelta als „wellig mit Bergankunft“ eingestuft. Der neutralisierte Start in Vélez-Málaga ist für 11.50 Uhr vorgesehen, der offizielle Rennstart erfolgt um 12.06 Uhr. Die Ankunft in Peñas Blancas wird – abhängig vom Renntempo – gegen 17.14 Uhr erwartet.

Diese Straßen sind in Málaga betroffen

Das Rennen kommt aus Richtung Osten in die Hauptstadt und führt anschließend quer durch zentrale Bereiche der Stadt. Der offizielle Streckenverlauf führt zunächst über die Carretera de Almería und die Avenida Juan Sebastián Elcano, bevor die Fahrer über die Avenida Pintor Joaquín Sorolla und den Paseo Marítimo Pablo Ruiz Picasso weiter ins Stadtzentrum gelangen.

Von dort geht es über Cánovas del Castillo, die Plaza General Torrijos und den Paseo del Parque weiter zur Alameda Principal. Anschließend führt die Strecke über die Avenida de Andalucía und die Avenida Blas Infante, bevor das Rennen auf die A-357 in Richtung Estación de Cártama weitergeleitet wird.

Die Stadt Málaga weist darauf hin, dass nicht nur die eigentliche Rennstrecke, sondern auch angrenzende und einmündende Straßen von den Sperrungen betroffen sein werden. Die Vuelta soll die Carretera de Almería gegen 12.40 Uhr erreichen. Für die Durchfahrt des gesamten Rennzuges werden rund 30 Minuten veranschlagt. Anschließend soll der Verkehr schrittweise wieder freigegeben werden.

Wer die Vuelta sehen möchte, muss früher da sein

Noch bevor die Radprofis durch Málaga fahren, kommt die Werbekarawane der Vuelta. Sie soll den Paseo del Parque etwa eine Stunde und 15 Minuten vor dem ersten Fahrer erreichen. Wer das Spektakel entlang der Strecke verfolgen möchte, sollte deshalb deutlich vor dem Peloton vor Ort sein.

Für Autofahrer bedeutet das gleichzeitig: Wer die betroffenen Bereiche rund um die Mittagszeit durchqueren muss, sollte seine Fahrt entsprechend vorverlegen oder auf eine andere Route ausweichen. Das Rathaus empfiehlt ausdrücklich, die Umgehungs- und Ringstraßen zu nutzen und die Rennstrecke möglichst zu meiden.

Fast das gesamte EMT-Netz wird verändert

Nicht nur der Autoverkehr ist betroffen. Auch der öffentliche Nahverkehr muss sich auf die Vuelta einstellen. Nach Angaben des Rathauses werden alle EMT-Linien mit Ausnahme der Linien 15, 18, 22, 27 und 28 von den Sperrungen betroffen sein. Änderungen kann es bei Fahrtrouten, Haltestellen und Fahrzeiten geben.

Besonders betroffen sind unter anderem die Linien 3, 8, 29, 32, 33, 34 und 35. Für mehrere Linien sind vorübergehende Endhaltestellen vorgesehen. Als Ausweichachsen für Busse dienen unter anderem Bereiche an der Avenida Aurora, dem Pasillo Matadero, der Calle M. Heredia, dem Paseo de los Tilos sowie dem Korridor Cuarteles-Héroes de Sostoa.

Fahrgäste sollten deshalb vor der Fahrt die EMT-App überprüfen, da sich die Situation im Laufe des Tages entsprechend der tatsächlichen Sperrungen verändern kann.

Von der Costa del Sol bis in die Berge

Sportlich verspricht die 19. Etappe eine der anspruchsvolleren Schlussphasen dieser Vuelta. Nach dem Start in Vélez-Málaga führt das Rennen zunächst entlang der Küste in Richtung Málaga. Nach der Durchfahrt durch die Hauptstadt geht es weiter über Cártama und Coín in Richtung Sierra de las Nieves und Ronda. Anschließend kehren die Fahrer wieder in Richtung Costa del Sol zurück, bevor der finale Anstieg nach Peñas Blancas beginnt.

Unterwegs warten mit dem Puerto de las Abejas und dem Puerto del Viento zwei Bergwertungen der zweiten Kategorie. Der Puerto de las Abejas ist 14,5 Kilometer lang und weist eine durchschnittliche Steigung von 4,3 Prozent auf. Der anschließende Puerto del Viento erstreckt sich über 13,1 Kilometer bei durchschnittlich 3,7 Prozent Steigung.

Das große Finale folgt jedoch erst ganz am Ende: Der Anstieg nach Peñas Blancas dürfte für die Gesamtwertung entscheidend werden.

18,7 Kilometer bergauf bis Peñas Blancas

Nach 192,1 Kilometern beginnt der Schlussanstieg nach Peñas Blancas. Die Auffahrt ist 18,7 Kilometer lang und weist eine durchschnittliche Steigung von 6,5 Prozent auf. Das Ziel liegt auf rund 1.268 Metern Höhe. Die Vuelta klassifiziert den Anstieg als Berg der ersten Kategorie.

Damit wartet auf die Fahrer nach mehr als 190 Kilometern ein langer und anspruchsvoller Schlussanstieg. Gerade für die Fahrer der Gesamtwertung könnte dieser Abschnitt entscheidend werden.

Enric Mas verteidigt das Rote Trikot

Die sportliche Ausgangslage macht die Etappe zusätzlich interessant. Nach dem Einzelzeitfahren von El Puerto de Santa María nach Jerez de la Frontera am Donnerstag geht Enric Mas als Führender der Gesamtwertung in die 19. Etappe. Sein großer Herausforderer ist der Slowene Primož Roglič.

Für Mas beginnt damit die entscheidende Phase der Vuelta. Noch stehen nach der Etappe von Málaga zwei Renntage auf dem Programm – darunter am Samstag eine weitere schwere Bergetappe. Die 19. Etappe könnte deshalb bereits wichtige Hinweise darauf geben, wer am Sonntag in Granada tatsächlich um den Gesamtsieg kämpfen wird.

Peñas Blancas ist kein unbekanntes Terrain

Die Bergankunft bei Estepona hat bereits Vuelta-Geschichte geschrieben. Peñas Blancas war bereits 2013 und 2022 Ziel einer Etappe. 2022 gewann der Ecuadorianer Richard Carapaz die Bergankunft. Die Vuelta kehrt damit vier Jahre nach dem letzten Zieleinlauf an den Anstieg zurück.

Auch für die Provinz Málaga ist die Rückkehr der Vuelta ein besonderes Ereignis. Die Rundfahrt verbindet an diesem Freitag die östliche Küste, die Hauptstadt, das Hinterland und die westliche Costa del Sol auf einer einzigen Etappe.

Für Málaga heißt es heute: früh planen

Für die Bewohner der Stadt steht zunächst jedoch weniger die Gesamtwertung als die eigene Mobilität im Vordergrund. Ab 11.30 Uhr beginnen die Verkehrssperren. Das Peloton wird voraussichtlich gegen 12.40 Uhr über die Carretera de Almería in die Stadt kommen und anschließend über den Paseo Marítimo, den Paseo del Parque, die Alameda Principal und die Avenida de Andalucía weiter in Richtung A-357 fahren.

Wer heute mit dem Auto unterwegs ist, sollte die betroffenen Bereiche möglichst meiden und die Ringstraßen nutzen. Wer Bus fährt, sollte die aktuellen Informationen der EMT prüfen. Denn während die Profis um Sekunden und das Rote Trikot kämpfen, könnte die Vuelta für viele Menschen in Málaga vor allem eines bedeuten: eine deutlich längere Fahrt durch die Stadt.

Eine Antwort hinterlassen

Your email address will not be published.

Vorherige Geschichte

Marokko geht in die Offensive: „Wir haben die Rückkehr der Migranten mit Nachdruck gefordert“

Nächste Geschichte

Marbella baut seinen großen Boulevard aus – und plant einen 40 Meter hohen Obelisken

Neues von Blog

Fehler: Der Inhalt ist geschützt !!
Gehe zuTop