Adiós Zigaretten: Die Regierung verschärft Spaniens Anti-Tabak-GesetzDie spanische Regierung hat am Dienstag einen neuen Gesetzesentwurf verabschiedet, der die bestehende Tabakgesetzgebung zum ersten Mal seit über zwanzig Jahren umfassend reformiert. Ziel ist es, den Tabakkonsum weiter einzudämmen und auch neue Nikotinprodukte streng zu regulieren
Redaktion Spanien Press
Die wichtigsten Änderungen des neuen Anti-Tabak-Gesetzes
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Rauchverbot auf Terrassen und in bestimmten Außenbereichen
Künftig darf in Spanien auf Restaurant- und Barterrassen nicht mehr geraucht werden. Auch andere stark frequentierte Außenflächen werden zu „rauchfreien Zonen“ erklärt. Damit sollen Nichtraucher besser vor Passivrauch geschützt werden. -
Gleichstellung neuer Nikotinprodukte mit Tabak
Erstmals unterliegen E-Zigaretten, Nikotinbeutel und ähnliche Produkte denselben Einschränkungen wie herkömmliche Zigaretten. -
Verbot von Einweg-E-Zigaretten und Aromastoffen
Besonders im Visier der Regierung: die beliebten Einweg-Vapes mit fruchtigen Geschmacksrichtungen. Deren Verkauf soll verboten werden – nicht nur aus gesundheitlichen, sondern auch aus ökologischen Gründen, da die Geräte tonnenweise Plastikmüll verursachen. -
Kein neutrales Verpackungsdesign
Eine verpflichtende einheitliche Verpackung, wie sie in anderen EU-Staaten bereits existiert, wurde in den Entwurf nicht aufgenommen.
Eine Generation ohne Rauch als Ziel
Das Gesundheitsministerium begründet die Verschärfungen mit dem wachsenden Konsum unter Jugendlichen: Laut offiziellen Daten hat mehr als ein Drittel der 14- bis 18-Jährigen im letzten Jahr einen Vape ausprobiert. Mit der Reform will Spanien diesen Trend stoppen und eine „rauchfreie Generation“ fördern.
Bevor das Gesetz endgültig in Kraft tritt, muss es noch den parlamentarischen Prozess durchlaufen, wo Änderungen möglich sind. Doch schon jetzt reiht sich Spanien damit in eine europäische Bewegung ein, die den Tabakkonsum Schritt für Schritt zurückdrängt.

