Carlos Alcaraz schreibt in New York weiter an seiner eigenen Legende. Der erst 22-jährige Spanier hat sich zum zweiten Mal für das Finale der US Open qualifiziert, nachdem er Novak Djokovic in der ersten Halbfinalbegegnung klar mit 6:4, 7:6(4) und 6:2 besiegte.
Bemerkenswert: Alcaraz steht im gesamten Turnier noch ohne Satzverlust da – und das gegen keinen Geringeren als den Mann, den viele als den besten Tennisspieler der Geschichte betrachten. Am Sonntag trifft der Murcianer nun auf den Sieger der Partie zwischen Jannik Sinner und Felix Auger-Aliassime, mit der Chance, seinen zweiten Titel in Flushing Meadows zu holen. Hier hatte er bereits seinen ersten Grand-Slam-Triumph gefeiert
Redaktion Spanien Press
Ein Befreiungsschlag gegen seine „schwarze Bestie“
Bislang sprach die Bilanz klar für Djokovic: Der Serbe hatte fünf der acht direkten Duelle gewonnen. Doch acht Monate nach ihrem letzten Aufeinandertreffen schlug Alcaraz zurück. Mit einem kraftvollen und konzentrierten Auftritt zeigte er, dass er bereit ist, um die ganz großen Titel zu kämpfen.
Schon zu Beginn nahm er Djokovic den Aufschlag ab und nutzte diesen Vorteil konsequent. Zwar lag seine Quote beim ersten Service nur bei 48 Prozent, doch er punktete mit einem starken zweiten Aufschlag und beeindruckender Stabilität von der Grundlinie. Djokovic glänzte mit einzelnen spektakulären Ballwechseln, konnte jedoch kein Break erzielen. Der erste Satz ging verdient an den Spanier.
Nervenschlacht im zweiten Satz
Im zweiten Durchgang legte Djokovic los wie der alte Champion: Break gleich zu Beginn, 3:0-Führung. Doch Alcaraz ließ sich nicht entmutigen, kämpfte sich zurück und erzwang den Tie-Break. Dort bewies er erneut Nervenstärke, gewann mit 7:6(4) und stellte auf 2:0 nach Sätzen.
Mit diesem Rückenwind dominierte Alcaraz den dritten Satz fast nach Belieben. Er diktierte die Ballwechsel, erhöhte die Schlagzahl und ließ Djokovic kaum noch Luft zum Atmen. Mit 6:2 machte er den Finaleinzug perfekt.
Ein makelloses Turnier – und der Traum vom Gipfel
Alcaraz hat in New York bislang alles richtig gemacht: kein Satzverlust, Sieg über seinen langjährigen Angstgegner und eine beeindruckende Mischung aus Power und Reife. Am Sonntag kann er nicht nur seinen zweiten US-Open-Titel gewinnen, sondern auch den Weg zurück an die Weltranglistenspitze einschlagen.
