Wenn du in Spanien zur Miete wohnst, ist dieses Jahr entscheidend.
2026 enden mehr als 630.000 Mietverträge, die 2021 während der Pandemie abgeschlossen wurden. Betroffen sind rund 1,6 Millionen Menschen. Und es handelt sich nicht nur um eine Formalität: Viele dieser Verträge wurden damals zu außergewöhnlich niedrigen Preisen unterschrieben, die es heute am Markt nicht mehr gibt.
Redaktion Spanien Press
Fünf Jahre später sieht die Realität anders aus.
Die Mieten sind je nach Region um 30% bis 50% gestiegen, während diese Altverträge nur nach begrenzten offiziellen Indexwerten angepasst wurden. Ergebnis: Tausende Wohnungen liegen deutlich unter dem heutigen Marktpreis.
Jetzt laufen sie aus. Und der Markt verändert sich abrupt.
Was das für Vermieter bedeutet
Mit Vertragsende gibt es drei legale Optionen:
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Die Wohnung zurücknehmen
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Einen neuen Vertrag zum aktuellen Marktpreis abschließen
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Mit dem bestehenden Mieter neu verhandeln
Für viele Eigentümer ist es die erste Gelegenheit seit Jahren, die Miete an den realen Marktwert anzupassen oder die Wohnung ganz aus der Dauervermietung zu nehmen.
Deshalb wird erwartet, dass das Angebot weiter sinkt: Nicht alle Wohnungen kommen wieder auf den Markt.
Was das für Mieter bedeutet
Für Mieter beginnt die schwierigste Phase.
Eine neue Wohnung wird sehr wahrscheinlich deutlich teurer sein, mit:
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höheren Preisen
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stärkerer Konkurrenz
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strengeren Auswahlkriterien (Einkommen, Arbeitsvertrag, Garantien)
Viele Verträge lassen sich zu ähnlichen Bedingungen nicht verlängern.
Wichtige gesetzliche Fristen
Das spanische Mietrecht schützt Mieter stark – verlangt aber formelle Schritte.
Will der Vermieter die Wohnung zurück:
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muss er 4 Monate vor Vertragsende kündigen (Verträge nach März 2019)
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und dies nachweisbar tun (in der Regel per Burofax)
Fehlt diese korrekte Mitteilung → verlängert sich der Vertrag automatisch um bis zu 3 Jahre zu gleichen Bedingungen.
Ist die Mitteilung korrekt → muss der Mieter zum Vertragsende ausziehen.
Sonderverlängerungen
Es gibt zwei Ausnahmen:
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Soziale oder wirtschaftliche Vulnerabilität → mögliche Verlängerung um 1 Jahr (bei großen Eigentümern)
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Angespannte Wohngebiete → mögliche Verlängerung bis zu 3 Jahre mit Mietpreisbegrenzung
Warum dieses Jahr anders ist
2025 liefen etwa 300.000 Verträge aus.
2026 sind es mehr als doppelt so viele.
Und 2027 folgt eine weitere ähnliche Welle.
Es ist nicht nur ein Preisanstieg – es ist das Ende der Pandemie-Mieten.
Der spanische Markt tritt in eine neue Phase ein, in der sich Preise an der aktuellen Wohnungsknappheit orientieren.
Für ausländische Residenten bedeutet das praktisch:
Wer noch einen alten Vertrag hat, zahlt heute vermutlich deutlich unter Marktpreis – und das wird nach Vertragsende kaum bestehen bleiben.
