Ein großflächiger Ausfall von Internet- und Mobilfunkdiensten hat am Donnerstag Teile des Landesinneren der Provinz Málaga lahmgelegt. Besonders betroffen waren Antequera, Ronda und Coín. Nach den bisherigen Angaben waren insgesamt mehr als 120.000 Menschen von der Störung betroffen.
Redaktion Spanien Press
von Marlon Gallego Bosbach
In mehreren Orten fielen neben mobilen Daten auch Telefonverbindungen aus. Für Geschäfte, Apotheken und öffentliche Einrichtungen hatte der Ausfall unmittelbare Folgen. Die genaue Ursache war zunächst noch unklar.
Internet und Telefon zeitweise nicht verfügbar
Die Störung begann am Donnerstagvormittag und betraf verschiedene Telekommunikationsdienste. In Teilen von Antequera, Ronda und Coín waren zeitweise weder mobile Daten noch reguläre Telefonverbindungen verfügbar. Bei einigen Mobiltelefonen wurde lediglich angezeigt, dass nur noch Notrufe möglich seien. Je nach Anbieter waren die Auswirkungen unterschiedlich stark.
In Antequera begann die Störung nach Angaben aus dem Rathaus gegen 10.15 Uhr. Gegen 12.30 Uhr war die Verbindung nach ersten Angaben weitgehend wiederhergestellt, zunächst allerdings noch mit Einschränkungen.
Auch in Coín kam es ab etwa 10 Uhr zu Problemen mit mobilen Daten, WLAN und Telefonaten. Im Laufe des Vormittags kehrten die Verbindungen schrittweise zurück.
Ronda besonders lange betroffen
In Ronda dauerte der Ausfall deutlich länger. Noch gegen Mittag waren große Teile der Stadt ohne funktionierende Telefon- und Internetverbindungen.
Betroffen waren dabei auch öffentliche Einrichtungen. Dazu gehörten unter anderem das Rathaus, das Hospital de la Serranía und Einrichtungen des Servicio Andaluz de Empleo (SAE). Auch der Zivilschutz war von den Kommunikationsproblemen betroffen. Nach späteren Angaben wurde die Verbindung in Ronda am Nachmittag wiederhergestellt.
Kartenzahlungen in Geschäften nicht möglich
Die Störung machte sich auch im Alltag deutlich bemerkbar. Weil die Datennetze nicht funktionierten, konnten zahlreiche Geschäfte ihre Kartenterminals zeitweise nicht nutzen. Kunden mussten deshalb teilweise auf Bargeld zurückgreifen. Auch digitale Bezahldienste und Anwendungen, die eine Internetverbindung benötigen, waren eingeschränkt.
Für Unternehmen bedeutete der Ausfall damit nicht nur ein Kommunikationsproblem, sondern auch eine direkte Einschränkung des laufenden Geschäfts.
Auch Apotheken betroffen
Besonders relevant war die Störung für Apotheken. Aufgrund der fehlenden Verbindung konnten teilweise digitale Gesundheitskarten und die für die Medikamentenausgabe benötigten Systeme nicht abgerufen werden.
Damit hatte der Ausfall Auswirkungen auf Bereiche, in denen eine funktionierende digitale Infrastruktur für den täglichen Betrieb erforderlich ist.
Mehrere Gemeinden im Landesinneren betroffen
Die Störung beschränkte sich nicht ausschließlich auf die drei größeren Orte. Auch weitere Gemeinden in der Serranía de Ronda meldeten Probleme mit den Telekommunikationsnetzen.
Unter anderem wurde Cuevas del Becerro als betroffene Gemeinde genannt. Wie stark die einzelnen Orte betroffen waren, hing dabei offenbar auch vom jeweiligen Telekommunikationsanbieter ab.
Ursache des Ausfalls zunächst unbekannt
Warum die Netze in mehreren Gemeinden gleichzeitig ausfielen, war zunächst nicht bekannt. Die betroffenen Telekommunikationsunternehmen arbeiteten nach den vorliegenden Informationen an der Behebung der Störung.
Eine bestätigte Erklärung für den Ausfall lag zunächst nicht vor. Auch Hinweise auf einen Cyberangriff oder eine gezielte Sabotage waren zum Zeitpunkt der ersten Berichte nicht bestätigt. Entsprechende Spekulationen über die Ursache lassen sich daher derzeit nicht belegen.
Kein Stromausfall
Bei der Störung handelte es sich nicht um einen großflächigen Stromausfall. Die Stromversorgung in den betroffenen Orten blieb grundsätzlich bestehen.
Das Problem lag vielmehr bei den Telekommunikations- und Datennetzen. Dadurch konnten viele Einrichtungen zwar weiterarbeiten, waren aber bei digitalen Vorgängen erheblich eingeschränkt.
Verbindung im Laufe des Tages wiederhergestellt
Die Situation entspannte sich im Laufe des Donnerstags schrittweise. In Antequera und Coín waren die Verbindungen bereits gegen Mittag wieder weitgehend verfügbar. In Ronda dauerte die Wiederherstellung länger. Wie lange einzelne Dienste tatsächlich beeinträchtigt waren, unterschied sich je nach Ort und Anbieter.
Der Vorfall zeigt zugleich, wie stark der Alltag inzwischen von funktionierenden Mobilfunk- und Datennetzen abhängig ist. Innerhalb weniger Stunden waren in mehreren Gemeinden der Provinz Málaga nicht nur Kommunikation und Internet betroffen, sondern auch Bezahlvorgänge, Gesundheitsdienste und öffentliche Einrichtungen.
