In Oviedo hat der Prozess gegen ein Elternpaar begonnen, dem vorgeworfen wird, seine drei Kinder über Jahre hinweg in einem Haus isoliert und eingesperrt gehalten zu haben. Der Fall, der in Spanien schnell als „Casa de los horrores“ – Haus des Horrors bekannt wurde, sorgte im vergangenen Jahr landesweit für Schlagzeilen.
Redaktion Spanien Press
Vor Gericht stehen ein 54-jähriger Mann deutscher Herkunft und seine 49-jährige Partnerin aus den USA. Die spanische Staatsanwaltschaft wirft ihnen mehrere schwere Straftaten vor, darunter psychische Gewalt innerhalb der Familie, Freiheitsberaubung sowie Vernachlässigung von Minderjährigen. Im Falle einer Verurteilung drohen ihnen bis zu 25 Jahre Gefängnis.
Der Prozess findet am 10. und 11. März vor der Audiencia Provincial de Asturias statt. Das Gericht entschied, die Verhandlung unter Ausschluss der Öffentlichkeit durchzuführen, um die Identität und das Wohl der betroffenen Kinder zu schützen.
Der Fall wurde im April 2025 öffentlich, nachdem eine Nachbarin Verdacht geschöpft und die Behörden informiert hatte. Sie glaubte, Kinder in einem Haus im ländlichen Gebiet Fitoria bei Oviedo gehört zu haben. Als Polizeibeamte das Haus am 28. April betraten, entdeckten sie dort drei Kinder: zwei achtjährige Zwillinge und einen zehnjährigen Jungen.
Nach Angaben der Ermittler hatten die Kinder das Haus seit dem Jahr 2021 nicht mehr verlassen. Sie lebten unter äußerst schlechten hygienischen Bedingungen und waren teilweise von Tierexkrementen umgeben. Berichten zufolge trugen sie innerhalb des Hauses weiterhin Schutzmasken.
Die Eltern wurden noch am selben Tag festgenommen und anschließend in Untersuchungshaft genommen. Die drei Kinder kamen danach in die Obhut eines Kinderheims des Fürstentums Asturien.
Als mögliches Motiv wird ein extrem ausgeprägter Angstzustand im Zusammenhang mit der Covid-Pandemiediskutiert. Im nun begonnenen Gerichtsverfahren soll geklärt werden, wie es zu der jahrelangen Isolation der Kinder kommen konnte und welche Verantwortung die Eltern dafür tragen.

Hoffentlich werden die Eltern lange eingesperrt und die Kinder nicht getrennt, falls es zur Adoption kommen sollte, Großeltern mütterlicherseits sind in den USA wohnhaft.