Madrid, 6. Mai 2025
Die Immobilienpreise in Spanien steigen weiter – und das zunehmend auch in Regionen, die bislang nicht im Fokus von Tourismus und internationaler Nachfrage standen. Laut den neuesten Daten des spanischen Statistikamts (INE) stiegen die Immobilienpreise im Februar 2025 im Vergleich zum Vorjahr um durchschnittlich 9,4 %.
Besonders auffällig ist der Anstieg der Verkäufe in nord- und zentralspanischen Regionen, die traditionell keine typischen Touristenziele sind. Deutliche Zuwächse verzeichneten das Baskenland (+30,3 %), Asturien (+27,7 %), Extremadura (+25 %), Galicien (+21,9 %), Kastilien und León (+20,9 %), Kastilien-La Mancha (+19 %) und La Rioja (+18 %). Nur auf den Kanarischen Inseln ging die Zahl der Immobilienverkäufe leicht zurück (-2,6 %).
Der durchschnittliche Quadratmeterpreis lag im Februar bei 1.843 Euro, und insgesamt wurden 60.154 Immobilienverkäufe registriert – ein Anstieg von 10,5 % im Vergleich zum Vorjahr.
Auch die Immobilienpreise selbst steigen in diesen Regionen weiter. In Madrid lag der Zuwachs bei 19,2 %, in La Rioja bei 18,5 %, in Kastilien-La Mancha bei 15,7 % und in Extremadura bei 14,6 %. Weitere zweistellige Anstiege wurden in Murcia, Kantabrien, auf den Kanaren und in Aragonien gemeldet.
Ein zusätzlicher Indikator für den Immobilienboom ist der starke Anstieg bei neuen Hypotheken: landesweit lag das Plus bei 24,2 %, mit besonders hohen Werten in Extremadura (+47,9 %), Asturien (+45,9 %), La Rioja (+39 %) und Kantabrien (+36,5 %).
Diese Entwicklung deutet auf einen tiefgreifenden Wandel im spanischen Immobilienmarkt hin. Gründe dafür sind unter anderem das wachsende Interesse am Leben in Spanien – sowohl von Einheimischen als auch von ausländischen Zuzüglern. Faktoren wie Remote-Arbeit, die hohe Lebensqualität, ein vergleichsweise niedriger Lebensunterhalt und das milde Klima machen auch ländlichere oder bislang wenig nachgefragte Gegenden attraktiv.
Die Folge: Nicht nur in den beliebten Küstenregionen steigen die Preise – auch das spanische Binnenland erlebt nun eine spürbare Aufwertung. Das stellt neue Herausforderungen an Politik und Gesellschaft, denn leistbares Wohnen wird zunehmend auch in kleineren Städten und ländlichen Regionen zum Problem.
