Der Start ins Jahr 2026 könnte in vielen Teilen Spaniens deutlich winterlicher ausfallen als gewohnt. Nach einer kurzen Wetterberuhigung rund um Silvester und Neujahr kündigt sich mit dem Sturmtief Francis eine Phase wechselhaften und zunehmend kalten Wetters an. Meteorologen rechnen mit sinkenden Temperaturen, verbreiteten Niederschlägen und regional auch mit Schneefällen
Redaktion Spanien Press
Zunächst stehen in den ersten Tagen des neuen Jahres kräftige Nachtfröste im Mittelpunkt. Vor allem im Landesinneren werden sehr niedrige Temperaturen erwartet. In Städten wie Madrid könnten die Tiefstwerte um den Gefrierpunktliegen, während in höher gelegenen Regionen, etwa im Inneren Kastiliens oder im Iberischen Gebirge, Temperaturen von bis zu –5 Grad möglich sind. Zusätzlich ist in vielen Flusstälern – darunter Duero, Tajo, Guadiana und Ebro – mit dichter Nebelbildung zu rechnen, was insbesondere im Straßenverkehr erhöhte Vorsicht erfordert.
Ab dem Wochenende dürfte sich die Wetterlage dann spürbar verschärfen. Das Tiefdruckgebiet Francis, das sechste benannte Sturmtief der laufenden Saison, nähert sich von Westen her der Iberischen Halbinsel. In der Folge wird die Bewölkung landesweit zunehmen, begleitet von teils kräftigen Regenfällen. Besonders betroffen sein könnten Galicien, der Westen von Kastilien und León, Extremadura sowie Westandalusien. Auch starke Windböen sind in diesen Regionen nicht ausgeschlossen.
Meteorologisch begünstigt wird die Lage durch einen Omega-Block über dem Nordatlantik, der kalte Luftmassen nach Süden lenkt. In Kombination mit feuchter Atlantikluft steigt damit die Wahrscheinlichkeit von Schneefällen zu Beginn der kommenden Woche. Noch ist jedoch offen, in welchen Regionen und in welcher Intensität Schnee fallen wird.
Auch die Kanaren dürften vom Einfluss des Sturmtiefs nicht verschont bleiben. Ab dem 1. Januar werden dort kräftige Regenfälle, örtlich auch Gewitter, erwartet, bevor sich das Tief weiter in Richtung Festland verlagert.
Sturmtief Francis dürfte damit das Wettergeschehen in Spanien zum Jahresbeginn maßgeblich prägen. Ob es zu einem außergewöhnlichen Winterereignis kommt, bleibt abzuwarten. Sicher ist jedoch, dass die ersten Tage des neuen Jahres vielerorts von Kälte, Regen und regional auch Schnee begleitet werden.

