12 de Mai de 2025
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Madrid-Barajas steht vor neuen Herausforderungen: Obdachlose, Ungeziefer und Unsicherheit

Foto Cordon Press

Madrid | 11. Mai 2025

Der Flughafen Adolfo Suárez Madrid-Barajas, Spaniens wichtigstes internationales Drehkreuz und einer der verkehrsreichsten Flughäfen Europas, sieht sich mit wachsenden Herausforderungen konfrontiert. Trotz eines historischen Passagierrekords im Jahr 2024 mit über 66 Millionen Reisenden sind die Zustände in den Terminals besorgniserregend: Immer mehr Menschen ohne festen Wohnsitz verbringen die Nächte dort, es gibt Berichte über Bettwanzenbefall und zunehmende Sicherheitsprobleme für das Flughafenpersonal.

Hunderte Menschen übernachten regelmäßig im Terminal

Nach Angaben der Gewerkschaft USO schlafen jede Nacht zwischen 500 und 600 Personen in den Terminals des Flughafens. Einige von ihnen sind Asylsuchende ohne Aufenthaltstitel, andere sind Berufstätige mit so geringem Einkommen, dass sie sich keine Wohnung leisten können. Die Menschen schlafen auf Kartons, Matratzen oder in Schlafsäcken, oft in den Sanitäranlagen oder abgelegenen Bereichen der Terminals.

Bettwanzenbefall im Check-in-Bereich

Zusätzlich sorgt ein hygienisches Problem für Aufsehen: Mitarbeiter berichten von Bettwanzenbissen im Bereich der Gepäckabfertigung. Erste Reaktionen erfolgten bereits in Form von punktuellen Reinigungs- und Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen. Die genaue Ausbreitung ist allerdings unklar.

Nachtarbeit mit Angst und Sicherheitsbegleitung

Für das Reinigungspersonal wird die Nachtschicht zunehmend zur Belastung. Immer häufiger kommt es laut USO zu Bedrohungen, verbalen Angriffen, körperlichen Übergriffen und sogar Nadelstichen mit Spritzen. Viele Mitarbeiter gehen nur noch in Begleitung von Sicherheitsdiensten in bestimmte Bereiche.

Keine klare Zuständigkeit – dringender Handlungsbedarf

Obwohl die Lage seit Langem bekannt ist, herrscht politisches Schweigen. Weder AENA als Betreiberin, noch das Rathaus von Madrid oder die nationale Regierung haben bislang konkrete Maßnahmen ergriffen. Die Zuständigkeiten bleiben ungeklärt, während sich die Situation weiter zuspitzt.

Für Millionen Reisende ist Barajas das erste Bild von Spanien. Doch dieses Bild ist aktuell geprägt von Vernachlässigung, Unsicherheit und fehlender Koordination.

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