Palma | 10. Mai 2025
Mallorcas Gastronomiebetriebe schlagen Alarm. Laut Angaben des Branchenverbands Restauración CAEB ist der Umsatz in Bars und Restaurants der Insel im ersten Quartal 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 10 bis 20 Prozent gesunken.
Touristische Hotspots besonders betroffen
Traditionell stark frequentierte Zonen wie der Hafen von Pollença und die Playa de Palma gehören zu den am stärksten betroffenen Gebieten. Lediglich einige Stadtteile wie Portixol und die Plaça d’Espanya in Palma konnten stabile oder sogar steigende Umsätze verzeichnen. Besonders an der Plaça d’Espanya wird dieser Aufwärtstrend auf städtische Sanierungsmaßnahmen zurückgeführt.
Mehr Touristen – weniger Konsum
Bemerkenswert ist, dass dieser Umsatzrückgang trotz eines historischen Touristenrekords erfolgt. Die Balearen empfingen im ersten Quartal so viele Besucher wie nie zuvor – doch diese geben weniger aus.
„Es kommen mehr Menschen, aber sie konsumieren weniger. Die Gastronomie ist der erste wirtschaftliche Fiebermesser Mallorcas – und was wir sehen, ist ein Warnsignal“, betont Juan Miguel Ferrer, Präsident von CAEB.
Der Verband fordert sofortige Maßnahmen
Restauración CAEB ruft Politik und Wirtschaft dazu auf, schnell zu handeln. Ein Rückgang in der Gastronomie könnte sich laut Ferrer auf die gesamte lokale Wirtschaftskette auswirken.
„Mallorca kann es sich nicht leisten, dass einer seiner sichtbarsten und wichtigsten Wirtschaftsmotoren an Kraft verliert“, warnt Ferrer.
