Nach einer vergleichsweise stabilen Wetterphase könnte sich das Wetter in Spanien ab Dienstag, dem 3. November, deutlich verändern. Meteorologen beobachten die mögliche Bildung einer neuen DANA, die vor allem im Mittelmeerraum und im Nordosten der Iberischen Halbinsel für kräftige Niederschläge und Gewitter sorgen könnte. Noch ist allerdings unklar, wie sich das Tiefdruckgebiet entwickeln könnte und welche Regionen tatsächlich am stärksten betroffen sein werden.
Redaktion Spanien Press
von Marlon Gallego Bosbach
Laut momentanen meteorologischen Einschätzungen deuten aktuelle Wettermodelle auf eine zunehmende atmosphärische Instabilität zu Beginn der kommenden Woche hin. Verantwortlich dafür könnte eine DANA sein, die sich in der Nähe der Iberischen Halbinsel bilden oder dort festsetzen könnte.
Bislang wurde Spanien von einem Hochdruckgebiet beeinflusst, das für überwiegend stabile Wetterbedingungen sorgte. Dieses könnte sich nun allmählich verlagern und damit den Weg für eine wechselhaftere Wetterlage freimachen. Ab Dienstag rechnen die Meteorologen deshalb mit einer steigenden Wahrscheinlichkeit für Niederschläge und Gewitter.
Mittelmeerraum und Nordosten besonders im Blick
Besonders aufmerksam beobachten die Meteorologen derzeit die Entwicklung im Mittelmeerraum. Die Balearen sowie Teile der östlichen und nordöstlichen Landeshälfte könnten von der Wetterveränderung betroffen sein. Dort sind örtlich kräftige Schauer und Gewitter möglich. Auch länger anhaltende Niederschläge können nach den bisherigen Prognosen nicht ausgeschlossen werden.
Im weiteren Verlauf der Woche könnte sich die Wetterstörung stärker auf den Norden der Iberischen Halbinsel auswirken. Zwischen Mittwoch und Freitag sind demnach auch dort Veränderungen der Wetterlage möglich. Feuchtere Luftströmungen aus dem Mittelmeerraum könnten zusätzliche Niederschläge begünstigen.
Wie stark die einzelnen Regionen betroffen sein werden, lässt sich derzeit allerdings noch nicht zuverlässig bestimmen. Die genaue Position der DANA und die vorherrschenden Windströmungen spielen dabei eine entscheidende Rolle.
Warmes Mittelmeer könnte Niederschläge begünstigen
Ein weiterer Faktor ist die vergleichsweise hohe Wassertemperatur des Mittelmeers. Die Wassertemperatur des Mittelmeers liegt derzeit nämlich örtlich bis zu drei Grad über dem für diese Jahreszeit üblichen Wert. Das warme Meer kann zusätzliche Feuchtigkeit an die Atmosphäre abgeben. Treffen diese feuchten Luftmassen auf kalte Luft in höheren Atmosphärenschichten, können sich kräftige Gewitter entwickeln. Unter entsprechenden Bedingungen sind auch innerhalb kurzer Zeit intensive Niederschläge möglich.
Besonders an der Mittelmeerküste könnte dieses Zusammenspiel für eine erhöhte Niederschlagsaktivität sorgen. Wie intensiv die Regenfälle tatsächlich ausfallen, hängt jedoch von der weiteren Entwicklung des Tiefdruckgebiets ab.
Meteorologen mahnen zur Vorsicht bei den Prognosen
Trotz der Hinweise auf einen möglichen Wetterumschwung ist die Vorhersage noch mit erheblichen Unsicherheiten verbunden. Vor allem die endgültige Position und Zugrichtung der DANA sind bislang nicht geklärt. Schon kleinere Veränderungen der atmosphärischen Strömungen könnten dazu führen, dass sich die Niederschläge anders verteilen als derzeit berechnet.
Auch ist noch nicht abzusehen, welche Gebiete tatsächlich von besonders starken Regenfällen betroffen sein werden. Die aktuellen Berechnungen stellen daher zunächst eine mögliche Entwicklung dar und sind nicht mit einer konkreten Unwetterwarnung gleichzusetzen.
Die kommenden Tage dürften entscheidend sein, um die Wetterlage genauer einschätzen zu können. Insbesondere Bewohner und Besucher der Mittelmeerregion sowie der Balearen sollten die weiteren Vorhersagen und möglichen Warnmeldungen der spanischen Wetterbehörde AEMET verfolgen.
Ob die neue DANA tatsächlich für einen deutlichen Wetterumschwung sorgt, wird sich somit erst in den nächsten Tagen zeigen.
