Rabo de toro ist weit mehr als ein Schmorgericht – es ist ein Symbol andalusischer Kultur. Der Stierenschwanz, einst direkt nach der Corrida zubereitet, steht für Respekt und Tradition. Nur der toro de lidia, der echte Kampfstier, wird für dieses Gericht verwendet – kein gewöhnlicher Ochse.
Das Fleisch, am Knochen geschmort, entwickelt nach Stunden ein butterzartes Aroma, das mit einer dichten, kräftigen Sauce aus Rotwein, Gemüse und Gewürzen verschmilzt. Jede Region hat ihre Variante – mit Rioja, Sherry oder sogar Brandy. Manche fügen Pilze oder Perlzwiebeln hinzu, andere pürieren die Sauce für extra Cremigkeit.
Zutaten für 4 Personen:
1,5–2 kg Stierenschwanz, Zwiebel, Karotten, Lauch, rote Paprika, Tomaten, Knoblauch, Rotwein, Rinderbrühe, Lorbeer, Nelken, Salz, Pfeffer, Mehl und Olivenöl.
Zubereitung:
Das Fleisch würzen, mehlieren und scharf anbraten. Dann wird es mit Gemüse, Wein und Brühe stundenlang geschmort – bis es sich vom Knochen löst. Die Sauce wird anschließend püriert und mit dem Fleisch erneut erhitzt.
Tipp:
Am besten mit hausgemachten Pommes oder Kartoffelpüree servieren – und unbedingt einen Tag später nochmal genießen. Dann ist es sogar noch besser.
Ein Gericht voller Seele – langsam gekocht, heiß serviert, unvergesslich im Geschmack.
