Spanien kommt nicht zur Ruhe. Nach mehreren aufeinanderfolgenden Tiefdruckgebieten erreicht in den kommenden Stunden eine weitere ausgeprägte Wetterstörung die Iberische Halbinsel. Eine sogenannte Vaguada, verbunden mit einem Tief südlich von Irland, sorgt erneut für flächendeckende Niederschläge, in einigen Regionen mit sehr hohen Regenmengen.
Bereits in den frühen Morgenstunden setzen die ersten Regenfälle in der westlichen Hälfte Spaniens ein. Im Tagesverlauf breiten sie sich auf große Teile des Landes aus und verstärken die ohnehin anhaltende Wetterinstabilität
Redaktion Spanien Press
Wo es besonders stark regnen wird
Nach aktuellen Prognosen bleiben nur wenige Gebiete weitgehend verschont. Dazu zählen Almería, der Süden der Autonomen Gemeinschaft Valencia, die Region Murcia, die Balearen sowie Girona.
In nahezu allen anderen Regionen ist mit teils kräftigem und anhaltendem Regen zu rechnen. Besonders betroffen sind Galicien, die Kantabrische Küste, Navarra, Kastilien-León und Kastilien-La Mancha, die Autonome Gemeinschaft Madrid, Extremadura, Andalusien, La Rioja sowie der Norden Aragoniens. In vielen dieser Gebiete werden mehr als 20 Liter pro Quadratmeter erwartet.
Lokal über 50 Liter pro Quadratmeter möglich
Die höchsten Niederschlagsmengen konzentrieren sich laut Wetterdiensten auf die westliche Küste Galiciens, auf die Pyrenäen sowie auf das Zentrale Gebirgssystem. Auch im Lee zahlreicher Gebirgsketten können die Regenmengen die Marke von 50 Litern pro Quadratmeter überschreiten. Entsprechend wurden für mehrere Regionen Warnungen wegen anhaltender und intensiver Niederschläge ausgesprochen.
Tagesverlauf: Regen wandert ostwärts
Am Nachmittag erreichen die Regenfelder Madrid und ziehen anschließend weiter in Richtung Osten. Dort fallen die Niederschläge unregelmäßiger und schwächer, während sich im Westen vorübergehend eine leichte Entspannung abzeichnet. Eine wichtige Ausnahme bleibt Galicien, wo der Regen weiter anhält.
In den Abend- und Nachtstunden verlagert sich der Schwerpunkt der Niederschläge nach Aragón und Katalonien. Dort werden nochmals 5 bis 15 Liter pro Quadratmeter erwartet, während sich die Lage im übrigen Mittelmeerraum zunehmend beruhigt.
Warnungen vor Schneeschmelze
Mit der aktuellen Wetterlage steigt zudem die Schneefallgrenze, was in mittleren Höhenlagen zu verstärkter Schneeschmelze führen kann. Die Agencia Estatal de Meteorología (AEMET) hat deshalb gelbe Warnstufen wegen möglicher Tauwasserprobleme aktiviert. Betroffen sind unter anderem das Zentrale Gebirgssystem in den Provinzen Salamanca, Ávila und Segovia, das Gebiet von Sanabria sowie Teile der Kantabrischen Kordillere in der Provinz León.
Ausblick
Nach Einschätzung der Meteorologen bleibt auch die erste Februarhälfte von häufigen Niederschlägen geprägt. Eine stabile Hochdrucklage ist derzeit nicht in Sicht.
