2 de September de 2025
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Rekord an Touristen in Spanien, aber die Ausgaben sinken: Steht der Sektor vor einer Stagnation?

Spanien erlebt einen Widerspruch: Im Juli 2025 kamen 11 Millionen ausländische Besucher – so viele wie nie zuvor. Gleichzeitig gingen jedoch die Ankünfte und Ausgaben der drei wichtigsten Herkunftsmärkte – Großbritannien, Deutschland und Frankreich – erstmals seit der Pandemie zurück.

Besonders deutlich spüren das die Gastronomen und Hoteliers. Sie berichten von vollen Straßen und Restaurants, aber einem geringeren Durchschnittsbon. „Wir haben mehr Tische besetzt, aber die Gäste geben weniger aus“, heißt es aus Branchenverbänden auf den Balearen oder in der Comunidad Valenciana

Redaktion Spanien Press

Europäische Säule des Tourismus schwächelt

Der gleichzeitige Rückgang von britischen, deutschen und französischen Gästen war zuletzt 2018 zu beobachten (abgesehen vom Ausnahmejahr 2020).

  • Deutschland: -4,8 % weniger Besucher, vor allem auf den Balearen und in Katalonien.

  • Frankreich: -3,1 %, mit starken Rückgängen in der Comunidad Valenciana und in Madrid.

  • Großbritannien: lediglich +0,7 %, wobei die Verluste in Katalonien durch Zuwächse in Andalusien und auf den Balearen ausgeglichen wurden.

Insgesamt gingen die Besucherzahlen um 2 % und die Ausgaben um 1,1 % zurück. Für die Gastronomen ist Letzteres alarmierender: „Ein Touristenrekord garantiert keine Gewinne, wenn der Konsum sinkt“, betonen sie.

Neue Märkte, gleiche Herausforderung

Zuwächse aus den USA, Kanada, Marokko, Norwegen oder China haben den globalen Rekord ermöglicht. Doch diese Gäste erreichen weder die Regelmäßigkeit noch das Ausgabenniveau der traditionellen europäischen Märkte.

Die Tourismuswirtschaft begrüßt die Diversifizierung, warnt aber: Ein Modell mit „vielen Touristen, aber geringem Konsum“ könne die Destinationen belasten, wenn es nicht stärker auf Qualität und Rentabilität ausgerichtet werde.

Boom oder Stagnation?

Die August-Zahlen, die Anfang Oktober veröffentlicht werden, werden zeigen, ob sich eine dauerhafte Stagnationabzeichnet oder ob es sich lediglich um eine vorübergehende Korrektur nach den Boom-Jahren der Post-Pandemie handelt.

Unterdessen schlagen Hoteliers und Gastronomen Alarm: „Die Terrassen sind voll, aber die Kasse wächst nicht im gleichen Tempo.“

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