18. Mai 2026
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Shakira siegt vor Gericht: Spaniens Finanzamt muss über 60 Millionen Euro zurückzahlen

Die spanische Justiz hat dem Finanzamt im langjährigen Steuerstreit mit der kolumbianischen Sängerin Shakira einen schweren Rückschlag versetzt. Die Audiencia Nacional hob nun die Steuerforderung gegen die internationale Popstar für das Steuerjahr 2011 auf und ordnete an, dass der spanische Staat mehr als 60 Millionen Euro inklusive Zinsen zurückzahlen muss.

Redaktion Spanien Press

Damit endet vorerst eines der bekanntesten Steuerverfahren Spaniens — zumindest teilweise.

Entscheidend war dabei die Frage, ob Shakira im Jahr 2011 überhaupt steuerlich in Spanien ansässig war. Nach Auffassung des Gerichts konnte die spanische Steuerbehörde nicht ausreichend beweisen, dass sich die Sängerin damals mehr als 183 Tage im Jahr in Spanien aufgehalten hatte oder dass sich ihr wirtschaftlicher Lebensmittelpunkt bereits eindeutig dort befand.

Genau dieser Punkt ist im spanischen Steuerrecht entscheidend, um jemanden als steuerpflichtigen Residenten einzustufen.

Viele internationale Medien berichten nun von einer „kompletten Niederlage“ der spanischen Steuerbehörden. Juristisch ist die Situation allerdings etwas komplizierter.

Denn der aktuelle Richterspruch betrifft ausschließlich das Steuerjahr 2011.

Das bekannte Verfahren, in dem Shakira im Jahr 2023 eine Einigung mit der Staatsanwaltschaft akzeptierte, bezog sich dagegen auf die Jahre 2012 bis 2014. Damals hatte die Sängerin einen Vergleich geschlossen, hohe Geldstrafen akzeptiert und damit einen öffentlichen Prozess sowie eine mögliche Haftstrafe vermieden.

Der jetzige Sieg vor Gericht könnte dennoch weitreichende Folgen haben.

Denn in Spanien wird seit Jahren intensiv darüber diskutiert, wie aggressiv die Steuerbehörden gegen prominente Persönlichkeiten vorgehen. Kritiker werfen Hacienda immer wieder vor, medienwirksame Fälle besonders hart zu verfolgen, um ein öffentliches Exempel zu statuieren.

Befürworter argumentieren dagegen, dass gerade berühmte und sehr vermögende Personen konsequent kontrolliert werden müssten.

Der Fall Shakira dürfte diese Debatte nun erneut anheizen.

Besonders bemerkenswert ist die Höhe der Rückzahlung: Neben den eigentlichen Steuerbeträgen muss der spanische Staat offenbar auch erhebliche Zinsen zurückerstatten. Damit summiert sich der Betrag laut spanischen Medienberichten auf mehr als 60 Millionen Euro.

Für viele Beobachter ist das Urteil deshalb nicht nur ein persönlicher Erfolg für Shakira, sondern auch ein empfindlicher Imageschaden für die spanische Steuerbehörde.

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