22 de April de 2025
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Spaniens Kardinäle im Rampenlicht des kommenden Konklaves

Spanien Press
Foto Vatican News

Spanien Press | 22. April 2025

Nach dem Tod von Papst Franziskus richtet sich der Blick der katholischen Welt nach Rom, wo in Kürze das 267. Konklave zusammentreten wird. 135 Kardinäle unter 80 Jahren sind wahlberechtigt – und unter ihnen befinden sich sieben Spanier, die in vatikanischen Kreisen als ernsthafte Anwärter auf das Papstamt gehandelt werden.

Omella und Osoro: alte Weggefährten, vertraut mit Rom

Juan José Omella, derzeitiger Erzbischof von Barcelona, und Carlos Osoro, emeritierter Erzbischof von Madrid, zählen zu den prominentesten Vertretern des spanischen Episkopats. Beide sind 79 Jahre alt und blicken auf lange kirchliche Karrieren zurück. Omella ist bekannt für sein Engagement in sozialen Fragen, während Osoro – von Franziskus als „der Pilger“ geschätzt – eine spirituelle Nähe zum verstorbenen Papst pflegte. Doch gesundheitliche Einschränkungen könnten seine Chancen einschränken.

Cañizares: konservative Stimme mit Rom-Erfahrung

Antonio Cañizares, ebenfalls 79 Jahre alt, war einst Präfekt der römischen Gottesdienstkongregation. Sein konservatives Profil und seine umfassende Erfahrung innerhalb der Kurie machen ihn zu einem respektierten, wenn auch gesundheitlich angeschlagenen Kandidaten.

Cobo: ein Hoffnungsträger einer neuen Generation

Mit 59 Jahren ist José Cobo, Erzbischof von Madrid, der jüngste unter den spanischen Kardinälen. Seine Ernennung zum Kardinal erfolgte unmittelbar nach seinem Amtsantritt – ein klares Signal der Unterstützung durch Franziskus. Cobo steht für einen Stil des Zuhörens und der Öffnung, wie ihn viele Gläubige von der Kirche der Zukunft erwarten.

Drei Kardinäle mit globaler Perspektive

Nicht alle spanischen Kardinäle wirken innerhalb der Landesgrenzen:

  • Ángel Fernández Artime, Salesianer und Präfekt des Dikasteriums für das geweihte Leben, bringt weltweite Ordensführungserfahrung mit.

  • Cristóbal López Romero, seit Jahren Erzbischof von Rabat, engagiert sich für den Dialog zwischen Religionen.

  • Francisco Javier Bustillo, geboren in Navarra, wirkt heute als Bischof auf Korsika und wurde 2023 zum Kardinal erhoben.

Einflussreich – auch jenseits des Alterslimits

Zwar verlieren Kardinäle mit dem 80. Lebensjahr ihr Stimmrecht im Konklave, doch eine Papstwahl ist ihnen rein rechtlich weiterhin möglich. Namen wie Rouco Varela, Blázquez, Sistach, Bocos, Aós oder Ladaria sind in Rom nach wie vor präsent.

Mit einer starken Delegation und einer langen kirchlichen Tradition ist Spanien auch diesmal ein zentraler Akteur in der Phase zwischen zwei Pontifikaten.

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