7 de August de 2025
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Skandal an Bord: Koschere Mahlzeiten mit politischer Botschaft ‚Free Palestine‘ – Jüdische Passagiere auf Iberia-Flug schockiert

Credit Miguel Angel Sanz (Unsplash)

Ein Flug der spanischen Fluggesellschaft Iberia von Buenos Aires nach Madrid steht im Mittelpunkt einer heftigen Debatte, nachdem bei mehreren jüdischen Passagieren koschere Mahlzeiten mit handschriftlichen Botschaften versehen wurden, auf denen „Free Palestine“ (Freiheit für Palästina) steht. Der Vorfall hat in der jüdischen Gemeinschaft große Empörung ausgelöst

Redaktion Spanien Press

Der Verband der Jüdischen Gemeinschaften Spaniens (FCJE) erklärte am Dienstag, dass es sich bei der gezielten Kennzeichnung jüdischer Passagiere durch ihre Mahlzeiten und der Übermittlung politischer Botschaften um einen antisemitischen Akt handelt, wie er von der Internationalen Allianz zum Holocaust-Gedenken (IHRA) definiert und von Spanien übernommen wurde.

Koschere Kost entspricht den jüdischen Speisegesetzen (Kashrut) und wird von den Passagieren mit der Erwartung bestellt, dass ihre religiösen Vorschriften respektiert werden. Die handschriftlichen Nachrichten und die Initialen „FP“ auf den Mahlzeiten sorgten jedoch für große Bestürzung.

Auch die Delegation der Israelitischen Vereinigungen Argentiniens (DAIA) bestätigte, dass weitere jüdische Passagiere ähnliche Mahlzeiten mit der Markierung „FP“ erhielten. Die Botschaft „Free Palestine“ hat eine starke politische Bedeutung, da sie die Unabhängigkeit Palästinas fordert – ein Gebiet, das derzeit umstritten ist und dessen Status international kontrovers diskutiert wird.

Iberia veröffentlichte eine Stellungnahme, in der das Unternehmen den Vorfall bedauert und eine umfassende Untersuchung sowohl intern als auch bei den externen Catering-Dienstleistern ankündigt, um den Sachverhalt aufzuklären. Die Flugbesatzung dokumentierte den Vorfall, und der Kommandant entschuldigte sich persönlich bei den betroffenen Passagieren. Iberia betonte, dass derartige Verhaltensweisen nicht mit den Werten von Respekt und Inklusion vereinbar sind.

Der FCJE begrüßte die Entschuldigung, fordert jedoch weitergehende Maßnahmen: eine Verstärkung der Sicherheitskontrollen im Cateringbereich, spezifische Schulungen zum Thema Antisemitismus (IHRA-Standards) für alle Crew-Mitglieder und die Ausweitung dieser Maßnahmen auf alle Fluggesellschaften der IAG-Gruppe, zu der Iberia gehört.

Der Verfasser der Botschaften ist bislang unbekannt. Der FCJE weist darauf hin, dass dies bereits der zweite Vorfall dieser Art innerhalb weniger Tage ist. Am 24. Juli wurden bei einem Flug der IAG-Tochtergesellschaft Vueling 47 jüdische Minderjährige französischer Herkunft in Valencia vom Flug ausgeschlossen – ein Vorgang, der weiterhin für Kritik sorgt, da Vueling bislang keine belastbaren Beweise vorgelegt hat.

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