Ärzte räumen mit einem weitverbreiteten Mythos auf: “Viren, Bakterien und Keime werden nicht über die WC-Brille übertragen.” Worauf man in öffentlichen Toiletten wirklich achten sollte
Redaktion Spanien Press
In der Urlaubszeit sind öffentliche Toiletten für viele Reisende unvermeidbar – ob am Flughafen, an der Strandpromenade oder beim Stadtbummel. Doch oft herrscht Unsicherheit: Wie hoch ist das Risiko, sich mit Keimen oder Viren anzustecken?
Die gute Nachricht: Die WC-Brille ist nicht das Hauptproblem.
“Die WC-Brille ist nicht gefährlich – andere Flächen schon”
Mediziner erklären: „Viren, Bakterien und Krankheitserreger übertragen sich nicht durch den Kontakt mit der Toilettenbrille, sondern über häufig berührte Flächen wie den Spülknopf oder den Türgriff.“
Viele Menschen legen Papier auf die Brille oder benutzen Desinfektionsmittel – aus Angst vor Ansteckung. Dabei sind diese Maßnahmen laut Experten überflüssig. Das eigentliche Risiko liegt in den Händen – und allem, was man nach dem Toilettengang damit berührt.
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Ihre Empfehlungen:
- Türgriffe möglichst nicht direkt anfassen – beim Rausgehen lieber ein Papiertuch nutzen.
- Keine Taschen oder Handys auf dem Boden oder an feuchten Stellen ablegen.
- Spülung und Wasserhahn mit dem Ellbogen oder einem Papiertuch betätigen.
- Gründliches Händewaschen mit Seife ist der wichtigste Schutz.
So verhält man sich richtig in einer öffentlichen Toilette
Gerade im Sommerurlaub ist es wichtig, hygienisch bewusst zu handeln. Diese Tipps helfen:
- Hände gründlich mit Wasser und Seife waschen – mindestens 20 Sekunden.
- Wenn möglich, Papier zum Berühren von Flächen benutzen.
- Gesicht nicht berühren, bevor die Hände sauber sind.
- Handdesinfektionsmittel kann unterwegs hilfreich sein.
- Keine persönlichen Gegenstände auf feuchten Oberflächen ablegen.
Fazit
Das wichtigste Mittel gegen Ansteckung bleibt: gründliches Händewaschen – nicht Desinfektionsspray auf der Brille.
