25. November 2025
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Spanien steht vor der kostspieligsten Weihnacht aller Zeiten

Madrid Credit Andi Dehelean (Unsplash)

In Spanien kündigt sich eine außergewöhnliche Weihnachtssaison an – und zwar eine, die die Haushaltskassen so stark belastet wie nie zuvor. Eine aktuelle Untersuchung des Verbraucherverbandes Asescon zeigt, dass die durchschnittlichen Ausgaben für die Feiertage in diesem Jahr auf 1.300 Euro pro Haushalt steigen. Damit erhöhen sich die Kosten gegenüber 2024 um 20 %, ein Sprung, der sogar den gesetzlichen Mindestlohn von 1.184 Euro bruttoübertrifft
Redaktion Spanien Press
Die Zahlen verdeutlichen vor allem eines: Damit Weihnachtslichter, Festessen und Geschenke nicht fehlen, müssen viele Haushalte tiefer in die Tasche greifen – oder sich verschulden. Trotz eines moderaten Inflationswerts von 3,1 % im Oktober bleibt das Gefühl bestehen, dass der Alltag deutlich teurer geworden ist.

Geschenke als Hauptverantwortliche: eine Spirale aus Erwartungen und Konsum

Besonders der Geschenkeposten treibt die Budgets in die Höhe. 565 Euro will der durchschnittliche Spanier dafür ausgeben – ein Anstieg von 32 % zum Vorjahr. Die Preissteigerungen spielen dabei nur eine Nebenrolle. Wesentlich stärker wirkt der soziale Druck, der sich in vielen Familien aufgebaut hat.

„Wir erleben eine Generation überbeschenkter Kinder“, sagt Miguel Ángel Ruiz, Präsident von Asescon. Die Wunschlisten werden länger, die Produkte teurer. Konsolen, Videospiele und andere digitale Geräte haben klassische Spielsachen längst überholt.

Zudem gebe es unausgesprochene Vergleiche zwischen Eltern, Großeltern und Tanten, vor allem rund um den 6. Januar, dem Tag der Heiligen Drei Könige – in Spanien traditionell der wichtigste Tag für Geschenke.

Lebensmittel: Ein teurer Festtisch

Auch der gedeckte Tisch kostet dieses Jahr spürbar mehr. Die Ausgaben für Lebensmittel steigen auf durchschnittlich 313 Euro, was einem Plus von 9,4 % entspricht.

Viele Verbraucher haben das Gefühl, dass selbst einfache Festmenüs inzwischen zu Luxus werden. Ruiz betont, dass die Preissteigerungen im Lebensmittelbereich besonders deutlich wahrgenommen würden – ein Bereich, dem man sich zu Weihnachten kaum entziehen kann.

Wachsende Verschuldung rund um die Feiertage

Hinzu kommt ein Trend, der Verbraucherschützer alarmiert: Die Finanzierung der Weihnachtseinkäufe erfolgt zunehmend über Kreditkarten oder Kleinkredite.

Laut Asescon schafft es rund die Hälfte der Haushalte nicht mehr, am Monatsende in der Gewinnzone zu bleiben. Die Weihnachtszeit verstärkt diese strukturelle Schwäche und macht sie sichtbarer.

Weitere Ausgabenkategorien im Überblick

  • Lottoscheine: 96 Euro (+6,6 %)

  • Freizeit, Gastronomie und Ausgehen: 225 Euro (+12 %)

  • Dekoration & sonstige Einkäufe: 99 Euro (+31 %)

Damit wird deutlich: Weihnachten 2025 wird nicht nur festlich, sondern vor allem kostspielig. Während die Städte glitzern und die Märkte voller Menschen sind, ringt ein großer Teil der Bevölkerung mit der Frage, wie sich Traditionen und steigende Preise noch vereinbaren lassen.


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