Geschenke als Hauptverantwortliche: eine Spirale aus Erwartungen und Konsum
„Wir erleben eine Generation überbeschenkter Kinder“, sagt Miguel Ángel Ruiz, Präsident von Asescon. Die Wunschlisten werden länger, die Produkte teurer. Konsolen, Videospiele und andere digitale Geräte haben klassische Spielsachen längst überholt.
Zudem gebe es unausgesprochene Vergleiche zwischen Eltern, Großeltern und Tanten, vor allem rund um den 6. Januar, dem Tag der Heiligen Drei Könige – in Spanien traditionell der wichtigste Tag für Geschenke.
Lebensmittel: Ein teurer Festtisch
Auch der gedeckte Tisch kostet dieses Jahr spürbar mehr. Die Ausgaben für Lebensmittel steigen auf durchschnittlich 313 Euro, was einem Plus von 9,4 % entspricht.
Viele Verbraucher haben das Gefühl, dass selbst einfache Festmenüs inzwischen zu Luxus werden. Ruiz betont, dass die Preissteigerungen im Lebensmittelbereich besonders deutlich wahrgenommen würden – ein Bereich, dem man sich zu Weihnachten kaum entziehen kann.
Wachsende Verschuldung rund um die Feiertage
Hinzu kommt ein Trend, der Verbraucherschützer alarmiert: Die Finanzierung der Weihnachtseinkäufe erfolgt zunehmend über Kreditkarten oder Kleinkredite.
Laut Asescon schafft es rund die Hälfte der Haushalte nicht mehr, am Monatsende in der Gewinnzone zu bleiben. Die Weihnachtszeit verstärkt diese strukturelle Schwäche und macht sie sichtbarer.
Weitere Ausgabenkategorien im Überblick
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Lottoscheine: 96 Euro (+6,6 %)
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Freizeit, Gastronomie und Ausgehen: 225 Euro (+12 %)
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Dekoration & sonstige Einkäufe: 99 Euro (+31 %)
Damit wird deutlich: Weihnachten 2025 wird nicht nur festlich, sondern vor allem kostspielig. Während die Städte glitzern und die Märkte voller Menschen sind, ringt ein großer Teil der Bevölkerung mit der Frage, wie sich Traditionen und steigende Preise noch vereinbaren lassen.
