Gute Nachrichten für alle, die in Spanien leben: Das Land hat im zweiten Quartal 2025 einen neuen Beschäftigungsrekord aufgestellt. Erstmals sind mehr als 22 Millionen Menschen in Arbeit – ein historischer Meilenstein, der vor allem durch die starke touristische Sommersaison erreicht wurde.
Laut der jüngsten Arbeitsmarktstudie (EPA) wurden zwischen April und Juni über 500.000 neue Stellen geschaffen. Gleichzeitig ist die Zahl der Arbeitslosen um 236.000 gesunken, was die Arbeitslosenquote auf 10,29 % senkt – den niedrigsten Stand seit 2008
Redaktion Spanien Press
Welche Jobs entstehen derzeit in Spanien?
Wie in jedem Sommer spielt der Dienstleistungssektor – insbesondere Gastronomie, Hotellerie und Handel – eine zentrale Rolle. Fast drei Viertel der neu geschaffenen Stellen entfallen auf diesen Bereich. Viele davon sind Vollzeitverträge, allerdings oft befristet.
Trotzdem wächst auch die Zahl der unbefristeten Arbeitsverträge weiter: 354.600 neue Festanstellungen wurden im letzten Quartal registriert. Bemerkenswert ist zudem die Zahl berufstätiger Frauen in Spanien: über 10,39 Millionen – so viele wie nie zuvor.
Zwei Realitäten: Der Arbeitsmarkt im Norden und Süden Spaniens
Die positiven Zahlen gelten nicht für alle Regionen gleich. Während in Madrid, Navarra, dem Baskenland oder La Rioja die Arbeitslosenquote unter 8 % liegt (praktisch Vollbeschäftigung), kämpfen südliche Regionen wie Andalusien (14,85 %) und Extremadura (15,48 %) weiterhin mit hoher Arbeitslosigkeit.
Was bedeutet das für in Spanien lebende Ausländer?
Für viele ausländische Einwohner Spaniens – egal ob Langzeitresidenten oder neu Zugezogene – bietet dieser Aufschwung neue Chancen auf dem Arbeitsmarkt, vor allem mit Kenntnissen in Spanisch und Erfahrung im Kundenkontakt.
Auch wenn viele Jobs saisonal sind, zeigt sich insgesamt ein stabilerer Arbeitsmarkt mit wachsender Zahl an Festanstellungen. Wer mobil ist und flexibel arbeitet, kann besonders in den wirtschaftsstarken Regionen im Norden und in den Städten profitieren.
