Die Wasserreserven sinken auf 53 Prozent der Gesamtkapazität (29.745 hm³), obwohl die DANA „Alice“ im Mittelmeerraum heftige Regenfälle gebracht hat.
Redaktion Spanien Press
Die Trockenheit hält Spanien weiterhin fest im Griff. Bereits zwanzig Wochen in Folge verzeichnen die spanischen Stauseen sinkende Pegelstände. Laut den aktuellen Daten des Ministeriums für den ökologischen Übergang und die demografische Herausforderung (MITECO) liegt die gespeicherte Wassermenge derzeit bei 29.745 Kubikkilometern, was 53,08 Prozent der Gesamtkapazität entspricht. Allein in der letzten Woche gingen 595 hm³verloren.
Der Rückgang erfolgt trotz der heftigen Regenfälle, die das Unwettertief DANA „Alice“ vor allem an der Mittelmeerküste hinterlassen hat. Das Ministerium bestätigt, dass die Niederschläge in dieser Region „reichlich“ waren, während sie an der atlantischen Seite praktisch ausblieben. Daher konnten nur die Becken des Segura und des Júcarihre Werte leicht verbessern.
Der höchste gemessene Niederschlag dieser Woche wurde in Tortosa (Tarragona) registriert: 205,8 Liter pro Quadratmeter – ein Wert, der die Intensität des Unwetters im Osten der Iberischen Halbinsel verdeutlicht.
Bessere Lage als in den Vorjahren
Trotz des anhaltenden Rückgangs ist die Situation deutlich besser als im vergangenen Jahr, als die Speicherstände bei nur 47,46 Prozent lagen.
Vergleicht man die Zahlen mit dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre, fällt der Unterschied noch größer aus: Die Dekadenmittelwerte liegen bei 43,63 Prozent (24.452 hm³) – also fast zehn Punkte weniger als die derzeitigen Werte.
Nur Júcar und Segura können zulegen
Von den insgesamt 16 Wassereinzugsgebieten Spaniens konnten nur zwei in dieser Woche ein Plus verzeichnen.
Im Júcar-Becken, das von den Regenfällen im gesamten valencianischen Raum profitiert hat, stieg der Pegel leicht um 13 hm³ (+0,46 %) und liegt nun bei 49,26 Prozent der Gesamtkapazität beziehungsweise 1.402 hm³ gespeichertem Wasser.
Auch das Segura-Becken konnte seine Werte leicht verbessern, wenn auch in geringerem Umfang. In allen übrigen Regionen setzte sich dagegen der Abwärtstrend fort – ein Zeichen dafür, dass selbst starke lokale Niederschläge die strukturelle Wasserknappheit Spaniens derzeit kaum lindern können.
