10 de Juli de 2025
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Spanien: Wo die Mieten am stärksten steigen – Neue Hotspots außerhalb der Großstädte

 

Während viele weiterhin auf Metropolen wie Madrid, Sevilla, Málaga oder Barcelona blicken, wenn es um hohe Mietpreise geht, zeigt sich ein neuer Trend: Die stärksten Mietsteigerungen finden inzwischen fernab der klassischen Zentren statt. Ein aktueller Bericht des spanischen Mietpreisobservatoriums offenbart, dass die Wohnkosten in zahlreichen Provinzen teils zweistellig gestiegen sind

Redaktion Spanien Press

Weniger Angebot, mehr Nachfrage: Die Lage auf dem Mietmarkt spitzt sich zu

Spanien erlebt einen anhaltenden Nachfrageboom auf dem Mietmarkt – doch das Angebot wächst nicht mit. Der Wohnungsbau bleibt vielerorts hinter den Erwartungen zurück, während neue gesetzliche Regelungen manche Eigentümer davon abhalten, ihre Immobilien zu vermieten. Die Folge ist ein Rekordwert: 1.155 Euro beträgt aktuell die durchschnittliche Monatsmiete in Spanien – so hoch wie nie zuvor.

Nicht nur die Metropolen sind teuer

Zwar bleibt Barcelona mit 1.656 Euro monatlich die teuerste Provinz, doch andere Regionen ziehen nach. Auf den nächsten Plätzen folgen:

  • Balearen: 1.645 €
  • Madrid: 1.584 €
  • Guipúzcoa: 1.483 €
  • Vizcaya: 1.308 €
  • Málaga: 1.272 €
  • Valencia: 1.132 €
  • Las Palmas: 1.128 €
  • Teneriffa: 1.083 €
  • Álava: 1.041 €
  • Navarra: 1.026 €

Diese Regionen liegen alle über der symbolischen Schwelle von 1.000 Euro pro Monat.

Die günstigsten Provinzen – aber nicht verschont vom Aufwärtstrend

Auch wenn in ländlicheren Gegenden die Mietpreise deutlich niedriger ausfallen, sind diese längst keine „Schnäppchen“ mehr. In folgenden Provinzen sind die Mieten am niedrigsten:

  • Cuenca: 606 €
  • León: 628 €
  • Ourense: 629 €
  • Ávila: 632 €
  • Almería: 659 €
  • Córdoba: 676 €
  • Lleida: 678 €
  • Burgos: 689 €
  • Soria: 693 €

Doch auch hier steigen die Mieten rasant – teils deutlich über dem Landesdurchschnitt.

Ranking: Die zehn stärksten Mietpreisanstiege im Jahresvergleich

Die größten Überraschungen finden sich bei der Analyse der relativen Preisentwicklung. Nicht die teuersten Städte, sondern Mittelstädte und ländliche Provinzen führen das Wachstum an:

  1. Ciudad Real: +10,9 %
  2. Ávila: +10,3 %
  3. Asturien: +10,1 %
  4. Burgos: +9,5 %
  5. Zamora: +9,3 %
  6. Huelva: +9,2 %
  7. Palencia: +9,2 %
  8. Zaragoza: +9,0 %
  9. Valencia: +9,0 %
  10. Valladolid: +8,9 %

Diese Zahlen belegen: Die Mietpreisdynamik hat sich aus den Ballungsräumen hinaus auf das gesamte Land ausgeweitet. Steigende Lebenshaltungskosten und ein immer knapperes Wohnungsangebot lassen vor allem junge Menschen und einkommensschwache Haushalte unter Druck geraten – auch dort, wo Wohnen früher noch erschwinglich war.

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