Dass Spanien heute zu den bedeutendsten gastronomischen Ländern Europas zählt, ist längst kein Geheimnis mehr. Doch dass ausgerechnet eine Burger-Kette aus Spanien seit Jahren die internationale Spitze dominiert, überrascht selbst viele Branchenkenner
Redaktion Spanien Press
Hundred Burgers wurde 2026 bereits zum dritten Mal in Folge von The World’s Best Burgers zur besten Burger-Adresse der Welt gewählt – ein Kunststück, das in der internationalen Szene Seltenheitswert besitzt.
Der Erfolg wirkt beinahe paradox. Während amerikanische Fast-Food-Marken seit Jahrzehnten weltweit expandieren und Burger als Symbol US-amerikanischer Esskultur gelten, kommt die derzeit meistprämierte Interpretation dieses Klassikers aus Spanien.
Die Gründer Ezequiel Maldjian und Alex González begannen ihre Reise ursprünglich als leidenschaftliche Burger-Tester. Inspiriert von Reisen nach New York City dokumentierten sie ihre Restaurantbesuche zunächst auf sozialen Netzwerken. Aus dieser privaten Leidenschaft entwickelte sich später ein Unternehmen mit fast kompromisslosem Qualitätsanspruch.
Bemerkenswert ist dabei auch der wirtschaftliche Hintergrund des Projekts. Hundred Burgers entstand innerhalb von Lanzadera, der Unternehmerplattform des Mercadona-Präsidenten Juan Roig, der in Spanien seit Jahren als einer der wichtigsten Förderer junger Unternehmen gilt.
Im Gegensatz zu vielen internationalen Burger-Ketten setzt Hundred Burgers bewusst nicht auf aggressive Expansion. Die Gründer betonen regelmäßig, dass Wachstum niemals wichtiger werden dürfe als Produktqualität. Franchise-Modelle lehnt das Unternehmen bislang ab.
Heute betreibt die Marke Restaurants in Madrid und Valencia. Vor den Filialen bilden sich regelmäßig lange Warteschlangen – nicht selten auch mit internationalen Besuchern, die gezielt wegen des Rankings anreisen.
