Der Perro de Agua Español führt das Ranking an – das Interesse an einheimischen Hunderassen wächst deutlich
Redaktion Spanien Press
Spanische Hunderassen erleben derzeit einen echten Aufschwung. Immer mehr Haushalte in Spanien entscheiden sich bewusst für einheimische Hunde statt für internationale Rassen. Was früher als traditionell galt, wird heute zunehmend zur modernen Wahl.
Das zeigen die aktuellen Daten des spanischen Zuchtbuchs (Libro de Orígenes Español, LOE) der Real Sociedad Canina de España (RSCE).
Die Favoriten der Spanier
An der Spitze der beliebtesten Rassen steht der Perro de Agua Español, dicht gefolgt vom Mastín Español und dem Presa Canario. Diese drei bilden aktuell das Podium der gefragtesten einheimischen Hunde in Spanien.
Komplettiert wird die Top fünf durch den Gos d’Atura Català (katalanischer Schäferhund) und den Ratonero Bodeguero Andaluz – zwei Rassen, die besonders wegen ihrer Intelligenz, Anpassungsfähigkeit und ihres lebhaften Charakters geschätzt werden.
Vom Arbeitstier zum Familienhund
Über Jahrhunderte hinweg waren diese Rassen unverzichtbare Helfer: Sie bewachten Herden, jagten Schädlinge oder unterstützten Fischer und Landwirte. Heute haben sie ihren Platz auch in städtischen Haushalten gefunden – ohne ihre ursprünglichen Eigenschaften zu verlieren.
Besonders der Perro de Agua Español steht exemplarisch für diesen Wandel. Intelligent, anpassungsfähig und aktiv, gilt er als idealer Begleiter für Familien, die einen vielseitigen und lernfähigen Hund suchen.
Funktion trifft Charakter
Der Trend hin zu einheimischen Rassen ist kein Zufall. Viele Halter schätzen die Robustheit, das ausgeglichene Wesen und die Anpassungsfähigkeit dieser Hunde – Eigenschaften, die über Generationen hinweg gezielt entwickelt wurden.
Der Mastín Español bleibt ein Symbol für Ruhe und Schutz, während der Presa Canario als zuverlässiger Wachhund gilt – vorausgesetzt, er wird konsequent erzogen. Der Ratonero Bodeguero Andaluz überzeugt durch Energie und Sozialverhalten, der katalanische Schäferhund durch Intelligenz und Sensibilität.
Ein wachsendes Bewusstsein für Herkunft
Aktuell sind 14 spanische Hunderassen von der Fédération Cynologique Internationale (FCI) offiziell anerkannt. Weitere Rassen wie der Alano Español und der Podenco Andaluz befinden sich im Anerkennungsprozess.
Die RSCE betont, dass das steigende Interesse an einheimischen Rassen nicht nur ein Trend ist, sondern Ausdruck eines wachsenden Bewusstseins für den Erhalt des kulturellen und genetischen Erbes Spaniens.
In einer Zeit, in der Regionalität und Herkunft wieder an Bedeutung gewinnen, setzen immer mehr Spanier auf das, was aus dem eigenen Land stammt – auch bei der Wahl ihres Hundes.